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Absagen nach dem Vorstellungsgespräch

Haben Sie die Zeit und Mühe eingesetzt, sich dem Unternehmen vorzustellen? Wurden Sie dann mit einem dieser vorgefertigten Absagebriefe behelligt, die immer das Gleiche und damit nichts aussagen? Das ist eine Frechheit – wenn auch leider sehr verbreitet. Häufig drückt man einer Person im Unternehmen die undankbare Aufgabe des Absagen-Schreibens aufs Auge, die es einfach nicht besser kann. Vielleicht hat man dieser Person die wahren Gründe für die Absage gar nicht mitgeteilt. Hinter den üblichen Wischiwaschi-Formulierungen kann auch die Absicht stecken, rechtlichen Problemen jedweder Art weiträumig aus dem Weg zu gehen.

Fragen Sie nach!

Warten Sie, bis sich Ihr Ärger und Ihre Enttäuschung gelegt haben. Rufen Sie nach zwei oder drei Tagen an und lassen Sie sich zu Ihrem Gesprächspartner durchstellen. Wenn Sie nicht an ihn herankommen, versuchen Sie, jemand anderen zu erreichen, mit dem Sie beim Vorstellungstermin zu tun hatten.

Wenn Sie den Richtigen an der Strippe haben, fragen Sie ihn freundlich (!), was der Grund für die Absage war. Lassen Sie sich nicht abwimmeln. Sagen Sie ihm, dass Sie die Wahrheit vertragen können. Wenn er immer noch nicht raus will mit der Sprache, bitten Sie um einen Tipp: Was könnten Sie bei Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch besser machen?

Hatten Sie beim Vorstellungsgespräch ein gutes Gefühl? Waren Sie und Ihr(e) Gesprächspartner sich sympathisch? Verstehen Sie nicht im Geringsten, woran es gescheitert ist? Dann war es wahrscheinlich tatsächlich knapp. Signalisieren Sie, dass Sie noch immer bereit sind, falls man sich in naher Zukunft doch noch anders entscheiden sollte. Vielleicht tritt der Mitbewerber die Stelle gar nicht an oder er übersteht nicht einmal die erste Probewoche. Somit könnte der Arbeitgeber gegebenenfalls auf Ihre Bewerbungsunterlagen zurückgreifen.

Fragen Sie, ob im Unternehmen in nächster Zeit eine andere Stelle frei wird, für die Sie in Frage kommen. Oder ob man Ihnen eine Empfehlung für eine Stelle in einem anderen Unternehmen geben kann. Zum Abschluss fragen Sie, ob Sie sich einmal wieder melden dürfen, um nach offenen Stellen zu fragen, und wenn ja, wann ungefähr. Bleiben Sie die ganze Zeit über freundlich-hartnäckig, auch wenn Sie dazu über Ihren Schatten springen müssen.

Durch solche Gespräche wurde schon so mancher Bewerber doch noch eingestellt, schließlich hatte man Sie bereits einmal in die engere Wahl gezogen!

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Lesen Sie hier Teil 1: Wie Sie auf Absagen ohne Vorstellungsgespräch reagieren >>

Lesen Sie hier, wann Sie üblicherweise nachhaken dürfen >>

Lesen Sie hier Allgemeines und Interessantes >>

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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