Leicht durchschaubare Formulierungen für Arbeitslosigkeit im Lebenslauf

Phasen der Arbeitslosigkeit sind heutzutage einfach normal und in sehr vielen Lebensläufen zu finden, doch die Arbeitslosigkeit im Lebenslauf darzustellen ist gar nicht so einfach. Vermeiden Sie die belasteten Wörter »arbeitslos« und »arbeitssuchend«, aber auch allzu leicht durchschaubare Beschönigungen wie »Bewerbungsphase« oder »aktive Beschäftigungssuche«.

Auch mit Formulierungen wie »berufliche Neuorientierung« oder »Orientierungsphase« lässt sich schon lange kein Arbeitgeber mehr hinters Licht führen. Besonders verdächtig wird es, wenn Sie Ihre nächste Stelle nach einer solchen Phase doch wieder in ihrem alten Beruf angetreten haben. Benutzen Sie diese Begriffe zur Erklärung Ihrer Arbeitslosigkeit im Lebenslauf nur, wenn Sie tatsächlich und nachweislich durch Praktika, Weiterbildung u. Ä. etwas in dieser Hinsicht getan haben.

Mit der Wahrheit treffen Sie die richtige Wahl

Die Geschmäcker gehen hier bei Personalern deutlich auseinander, aber eine ehrliche Aussage ohne negativen Beigeschmack ist die beste Wahl: Mit der Formulierung »ohne Anstellung« können Sie kaum falsch liegen. Nennen Sie immer auch den Grund für Ihre Arbeitslosigkeit in der Bewerbung:

  • »Ohne Anstellung nach Insolvenz/Konkurs der Firma XY«
  • »Ohne Anstellung, nachdem das Unternehmen massiv Personal abbaute«
  • »Ohne Anstellung nach eigener Kündigung« (Teilweise wird empfohlen, das zu verschweigen – natürlich weiß dann auch jeder Bescheid.)

Was machen bei längerer Arbeitslosigkeit?

Langzeitarbeitslosigkeit

@unsplash.com – pexels

Bei einer Arbeitslosigkeit im Lebenslauf, die länger als 6 Monate dauert, haben Personaler häufig schon Bedenken. Je länger sie währt, desto weniger trauen sie dem Bewerber zu, sich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern.

Erwähnen Sie daher jede Art von Tätigkeit, die Sie während einer Arbeitslosigkeit ausgeführt haben. Auch wenn Sie als Doktor der Philosophie Spargel gestochen oder geputzt, unentgeltlich Ihrem Schwager im Lager oder Büro mitgeholfen, Nachhilfestunden oder Schlagzeugunterricht gegeben haben. Erwähnen Sie auch ehrenamtliche Tätigkeiten, den Besuch von Sprach- und Computerkursen an der Volkshochschule, das ernsthafte Studium von Fachliteratur und Ähnliches in Ihrem Lebenslauf.

Tipp:  Analysieren Sie die Stellenanzeige und das Unternehmen genau, um herauszufinden, welche Qualifikationen und Kenntnisse hier besonders gefragt sind. Stellen Sie eine Verknüpfung zwischen Ihrem persönlichen Profil und dem Anforderungsprofil Ihre potenziellen Arbeitgebers her.

Keine falschen Tatsachen!

Erfinden Sie nichts, aber legen Sie Ihre Anstrengungen ruhig ein wenig großzügig aus: Haben Sie regelmäßig auf die Kinder Ihrer Nachbarin aufgepasst (Kinderbetreuung, Hausaufgabenbetreuung)? Bringt Ihr Sohn Ihnen bei, wie man mit Google Informationen recherchiert (Weiterbildung am PC)? Haben Sie Dutzende von Dingen bei eBay versteigert? Vielleicht war das ein ernstzunehmender Versuch, sich selbstständig zu machen.

Was Sie auch angeben: Es muss glaubwürdig sein und einen wahren Kern haben – richten Sie sich auf Nachfragen ein.

Mit all dem signalisieren Sie: Ich resigniere nicht, ich arbeite an mir, ich bin mir fürs Arbeiten nicht zu schade, ich sitze nicht tatenlos zuhause vor dem Fernseher, sondern gehe unter Leute und halte mich geistig fit … Auch wenn es für Sie völlig selbstverständlich ist, das zu tun: Dokumentieren Sie es. Am besten ist natürlich, wenn Sie Zeugnisse oder Bestätigungen vorlegen können.

Tipp: Versuchen Sie nie, Zeiten der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf zu vertuschen. Bei der Analyse des Lebenslaufs oder durch Nachfragen im Vorstellungsgespräch wird der Arbeitgeber Ihre Lücken entdecken und negativ darauf reagieren. Stellt sich erst später heraus, dass Sie die Unwahrheit gesagt haben, kann man Ihnen jederzeit fristlos kündigen.

Sie haben Lücken in Ihrem Lebenslauf und wissen nicht wie Sie diese geeignet darstellen? Was Sie in diesem Fall tun können erfahren Sie in dem Beitrag »Lücken im Lebenslauf meiner Bewerbung«

Sie wollen fehlende fachliche Qualifikation in Ihrer Bewerbung ausgleichen und haben keine Ahnung wie? Lesen Sie in dem Beitrag »Wie kann ich fehlende fachliche Qualifikation ausgleichen?« alles zu diesem Thema!

Sie sind unsicher, wie Sie Ihre konkrete Situation vorteilhaft im Bewerbungsschreiben darstellen können? Die Bewerbungsschreiber helfen Ihnen – professionell und individuell!

 

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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34 Kommentare

  • Hallo Herr Bergfeld, ich bin begeistert über dieses Angebot von Ihnen.

    1.) Wie beschreibe ich eine Arbeitslosigkeit zu der es kam, nach dem der AG mir nach der Elternzeit keine Teilzeitmöglichkeit anbieten konnte?

    vll gerade so:
    (Datum xy) ohne Anstellung, da nach Elternzeit keine Möglichkeit auf Teilzeitarbeit bei dem AG.

    2.) Während der Arbeitslosigkeit versuchte ich mich notgedrungen an einer Selbstständigkeit im technischen Bereich, aber ohne Erfolg. Stattdessen habe ich eine ganz andere Fähigkeit(Art Lebensberaterin) weiter-entwickelt und auch etwas Geld verdient, allerdings nach Aufbrauch von Erspartem musste ich in Hartz4.
    Währenddessen auch eine 6monatige Weiterqualifikation übers AA.
    Seit ein paar Jahren bin ich in ungekündigter Arbeit, aber wie stelle ich die beschriebene Grau-zone dar?

  • Hallo,

    vielen Dank fürs Lob, das freut mich!

    1.) Genau so, nur dass ich »… keine Möglichkeit *zur* Teilzeitarbeit …« schreiben würde.

    2.) Ich würde die erfolglose Selbstständigkeit unterschlagen (eventuelle Leerzeiten der Vorbereitung für die Lebensberaterin zuschlagen), die Lebensberaterin »Coach« nennen (und mich für Rückfragen wappnen, das sollte seriös und nicht esoterisch klingen) und die Weiterqualifikation natürlich auch erwähnen. Es muss einfach insgesamt schlüssig klingen und darf nicht den Eindruck erwecken, dass sie die Zeit einfach verplempert hätten oder völlig planlos gewesen wären, das kommt natürlich nicht so gut an.

    Genügt Ihnen das so?

    Viele Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld, vielen Dank für Ihre kostbare Zeit.

    Tipp 1 habe ich sofort umgesetzt.

    Tipp 2 habe ich noch ein Problem. Die Lebensberaterin(Coach) war nun tatsächlich in der spirituellen Ecke zuhause. Meine Weiterbildungen waren solche wie Reikilehrer, Rückführung, Dorn-Breuss, Numerologie, Huna, ILP…

    Meine Hauptausbildung ist im technischen Bereich zuhause, dort kann ich auch eine Weiterbildungen zum Techniker vorweisen. Der andere Bereich zeigte sich während meiner Elternzeit und ging dann in die Zeit der Arbeitslosigkeit hinein und half mir extrem bei der persönlichen Entwicklung. So kann ich sagen, dass ich eine langjährige chronische Krnakheit losgeworden bin, für einen Arbeitgeber nicht uninteressant.

    In der Zeit war ich beratend tätig für Menschen in allen Lebensbereichen. Was mich dazu prädistinierte? Mein(e) Leben(serfahrung) 😉

    Ich bin die Summe aus Beiden.
    Wie verkaufe ich das?
    Wie verhalte ich mich da bei Rückfragen?

    herzliche Grüße
    Diandra

  • Hallo Diandra,

    zum einen gäbe es die Möglichkeit, sich auf die »unesoterischen« Dinge zu konzentrieren. So könnten Sie z. B. nur das Thema ILP erwähnen, das ja auch etwa ein Drittel NLP umfasst. (Ich kenne mich da ein wenig aus, wie Sie merken.) NLP seinerseits ist ja heutzutage absolut im Business-Kontext etabliert. Vielleicht machen Sie sogar noch weiter in dieser Richtung und erwerben einen NLP-Practitioner, vielleicht noch so etwas wie »Systemischer Coach«.

    (Dass Sie mit Hilfe von spirituellen »Methoden« Ihre chronische Krankheit losgeworden sind, würde ich gegenüber einem technischen Arbeitgeber schön für mich behalten. Wer von solchen Dingen nichts hält, wird sich dadurch nur bestätigt sehen, Sie nicht ernst zu nehmen!)

    Die andere Möglichkeit wäre, den technischen Bereich zu vergessen und sich ganz auf die Lebensberatung zu konzentrieren. Ich sehe da ehrlich gesagt keine Möglichkeit, das miteinander zu verbinden: Technisch orientierte Menschen neigen nun mal höchst selten zu Aufgeschlossenheit gegenüber spirituellen Themen, wie Sie sicher auch schon gemerkt haben.

    Hilft das?

    Herzliche Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    wie kann ich die Lücke von 2 Monaten nach 2 Weiterbildungen füllen? Meine letzte Weiterbildung endete Ende Februar 2013. Seit Ende Februar 2013 bewerbe ich mich.
    Oder ist es durchaus erst dann sinnvoll ab dem 3. oder 6. Monat die Lücke zu füllen?
    Für Ihre Antwort danke ich Ihnen schon im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Alfons

  • Hallo Alfons,

    Sie suchen seit Anfang März Arbeit – was sollte heutzutage daran ungewöhnlich sein, warum wollen Sie es verheimlichen?

    Freundliche Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    danke zunächst für Ihre Antwort. Verheimlichen möchte ich nichts, sondern wissen, ob ich seit März 2013 bis jetzt die gewöhnlichen Begriffe verwenden soll, wie z.b. Formulierungen “ Ohne feste Antellung, Bewerbungsphase oder diese ungewollte Zeit der Arbeitslosigkeit mit aktiven Formulierungen wie z.b. „Aufbau einer Selbsständigkeit“ etc vewenden soll.
    Denn ich lese immer wieder, dass Begriffe wie „arbeitslos, arbeitssuchend etc. “ in Lebensläufen seitens der Personaler nicht gern gesehen werden.

    Ich weiss, dass eine Zeit der Arbeitslosigkeit von 3 Monaten nicht erwähnt werden sollte, weil das normal ist. Jedoch, was ist wenn ich von März 2013 bis z.b. August 2013 noch nichts gefunden habe sollte (was ich nicht hoffe)?

    Für Ihre Vorschläge und Ihre Antwort danke ich Ihnen jetzt schon im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alfons

  • Hallo Alfons,

    Ihr Lebenslauf hört eben einfach beim Februar 2013 auf, da müssen Sie nichts benennen. Wenn Sie tatsächlich irgendetwas tun, schreiben Sie das natürlich. Andererseits: Was würden Sie als Personaler denken, wenn ein Bewerber sich seit ein paar Monaten eine Existenz aufzubauen versucht? Würden Sie ihn nehmen?

    Insofern bin ich immer für Ehrlichkeit, aber man sollte durchaus Dinge verschweigen, die nicht gut ankommen (könnten) und den Personaler vielleicht auch nichts angehen.

    Wenn Sie eine längere Arbeitslosigkeit befürchten, ist es eine Überlegung wert, ob Sie sich um Ehrenämter und/oder Nebenjobs kümmern. Die können Ihnen zusätzliche Chancen und Kontakte verschaffen, darüber hinaus haben Sie etwas für den Lebenslauf, das sich immer gut macht!

    Viele Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    Ich habe neben meinem Vollzeitjob einen Abendstudiengang zur staatl. Geprüften Betriebswirt besucht. Im sechsten Semester habe diesen aber abgebrochen, weil der Schwerpunkt auf Programmierung liegt und dies einfach nicht meins ist. Programmierung wurde erst auch im 5 Semester eingeführt. Ab Oktober dieses Jahres starte ich mein dualles Studium im Touristikbereich, den Zulassungstest habe ich schon bestanden (musste ich machen, weil ich kein Abitur habe). Ich muss jetzt einEn Betrieb noch finden, der mich im duallem Studium begleitet. Wie formuliere ich am besten diesen Abbruch im Lebenslauf.

    2. Frage
    Mit 20 habe ich nach einem Jahr meine Ausbildung aus familiären Gründen abgebrochen. Einige Jahre später habe ich meine Ausbildung extern bei der IHK gemacht und bestanden.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Tipp geben würden, wie ich diesen Punkt auch am besten formuliere.

    LG

    Hope

  • Hallo,

    ich sehe kein Problem. Sie müssen das im Lebenslauf nicht begründen, können natürlich etwas schreiben wie »Abbruch aus familiären Gründen«. Beschönigen ist weder nötig noch günstig. Wenn Sie im Vorstellungsgespräch danach gefragt werden, können Sie die Gründe ja näher erläutern.

    Viele Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich habe Anfang Juli 2013 eine Umschulung beendet. Diese habe ich Aufgrund einer Erkrankung besucht. Leider gestaltet sich das Bewerben sehr schwierig da kaum Stellen vorhanden sind. Wie begründe ich die Joblose Zeit. War Arbeitssuchend und Krank.

    Würde mich über eine Antwort freuen.

    Vielen Dank

  • Einen schönen Guten Morgen Herr Bergfeld
    Sie schreiben : „Erwähnen Sie daher jede Art von Tätigkeit, die Sie während einer Arbeitslosigkeit ausgeführt haben.“ Aber wo bringt man dieses Nachweis unter? In meinem Beispiel habe ich einem alten Freund beim Um- und Ausbau seines Hauses geholfen und dieses fast 2 Monate lang. Bei Kursbesuchen ist das klar, aber in dem Fall? Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie mir bei der Lösung des Problems ein wenig unter die Arme greifen könnten.

    Beste Grüsse

    Thomas Brunner

  • Hallo Herr Brunner,

    das bringen Sie ganz einfach im Lebenslauf unter, an chronologisch passender Stelle. Hat vielleicht so gar nichts mit Ihrem Beruf zu tun, zeigt aber, dass Sie nicht faul/untätig sind, zupacken können, im 2er-Team etwas schaffen …

    Herzliche Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Als Antwort auf Autor: Wolfgang Bergfeld.
    Guten Tag, Herr Bergfeld,

    vielen Dank für Ihr Angebot hier auf der Seite!

    Meine Situation ist: Mir wurde im Frühling betriebsbedingt gekündigt. Drei Wochen nach der Kündigung hatte meine Mutter einen schweren Schlaganfall. Danach gab es für mich viel zu organisieren, ich habe sie oft in der Reha besucht u.ä. Inzwischen wird sie zuhause professionell betreut. Parallel war ich arbeitsuchend und habe Bewerbungen geschrieben. Haben Sie einen konkreten Formulierungs-Vorschlag, wie ich das Kümmern um meine Mutter in meinem Lebenslauf beschreiben kann?

    Ich freue mich über Ihr Feedback!

    Freundliche Grüße, Julia

  • Hallo Julia,

    ich würde einfach schreiben, dass Sie Ihre kranke Mutter gepflegt oder betreut haben, auch wenn diese Begriffe heute ganz speziell verwendet werden und mehr umfassen. Da weiß jeder Personaler, was gemeint ist.

    Freundliche Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    zum 31.05.13 wurde mir betriebsbedingt gekündigt. Ich suche seither und habe noch nichts gefunden. Nebenberuflich habe ich eine Gesellschafterbeteiligung bei einer BGB Gesellschaft, deren nebenberuflicher GF ich auch bin. Soll ich das in den Lebenslauf reinnehmen? Ich suche in der Bankenbranche und die BGB Gesellschaft ist in einer anderen Branche (Imme und Landw.) Macht das Sinn? Oder soll ich meinen CV mit 31.05. einfach enden lassen?

    LG

    Klaus

  • Hallo Herr Bergfeld,

    danke für Ihre Antwort. Würden Sie die GF Tätigkeit in der Form reinnehmen: „seit 01.06.13 GF der XY Gesellschaft“ also als Hauptberuf, oder eher „berufliche Neupositionierung und parallel dazu „GF XY Gesellschaft“ ? Ich möchte ja in meine alte Branche zurück, entsteht da nicht unter Umständen ein Widerspruch?

    LG

    Klaus

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich hätte da eine sehr spezielle Frage an Sie. In dem Punkt eigene Lücken im Lebenslauf darzustellen besteht meine Frage oder Aufgabe darin einen Zeitraum von ca. fünf Jahren darzustellen in der ich mich um meine Alkoholabhängikteit gekümmert habe. Das Ergebnis ist jetzt eine seit drei Jahren andauernde Abstinenz. Der Weg zurück ins Berufsleben hat soweit auch funktioniert nur habe ich die Vermutung, dass dieses „Loch“ in meinem Lebenslauf manchem Leser Bauchschmerzen bereitet bzw bereiten kann.

    Wie ist Ihre Meinung und Erfahrung zu diesem Thema? Ich weiß auch aus dem Austausch mit anderen betroffenem Menschen, dass sie auch vor diesem oder ähnlichem Aufgabenstellungen stehen.

    Mit bestem Dank im voraus.

  • Hallo Thomas,

    erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Abstinenz! Damit haben Sie eine Leistung vollbracht, die Ihnen erst mal jemand nachmachen soll, Hut ab!

    Ich verstehe aber Ihr jetziges Problem nicht. Haben Sie nun einen Job oder was meinen Sie mit dem »Weg zurück ins Berufsleben«?

    Generell bin ich immer für Ehrlichkeit. Da gegen Alkoholabhängigkeit aber natürlich viele Vorurteile bestehen, würde ich in einer Bewerbung einfach von »schwerer Erkrankung« o. Ä. reden, dabei aber betonen, dass diese nun vollständig überwunden ist.

    Hilft Ihnen das schon?

    Herzliche Grüße
    Wolfgang Bergfeld

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    mein Lebenslauf ist eine einzige Katastrophe.
    Ich bin 30 Jahre alt, habe keine zwei Jahre am Stück gearbeitet.
    Diverse Teilzeitjobs und dazwischen immer große zeitliche Lücken,keine Ausbildung,
    aufgrund meiner Borderline Störung.
    Ende 2013 habe ich einen 3 monatigen Klinikaufenthalt absolviert,
    der es mir ermöglicht hat, mit beiden Beinen wieder fest im Leben stehen zu dürfen.
    Mit der Ausnahme eines Berufes.

    Ich möchte mich auf eine Ausbildung bewerben im kaufmännischen Bereich.

    Mein größter Wunsch ist eine Chance zu bekommen.

    Ich bin allerdings völlig überfordert, was meinen Lebenslauf angeht.
    Was kann ich tun?

    Ich möchte noch hinzufügen, das ich immer zuverlässig und pünktlich war.
    Trotz meiner Erkrankung.

    Viele liebe Grüße
    Sarah

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestossen und hätte hier nun eine Frage.

    Habe mich Ende Mai 2014 einvernehmlich von meinem alten Arbeitgeber getrennt und war dann bis Ende September, Anfang Oktober 2014 arbeitslos.
    Ich war in dieser Zeit nicht arbeitslos gemeldet, sondern habe mich in dieser „Auszeit“ selber finanziert.
    Wie kann ich das am besten in den Lebenslauf einbringen ?

    MfG

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    Nach Ende meines Masters (Dezember 2013) bin ich ins Ausland gegangen und war dort außerhalb meiner Qualifikationen beschäftigt. Zum 01.03. habe ich nun meine zwei Stellen gekündigt, komme zurück nach D und hoffe qualifizierte Arbeit zu finden. Derzeit lerne ich in einem MOOC die Programmiersprache R. Soll ich das dann in meinen CV schreiben? Ist es komisch einen MOOC an erster Stelle zu haben?
    Nun ist das nicht ganz der Richtige Thread hier, ich würde mich aber über einene Artikeln zu MOOCs im CV freuen. Insbesondere wenn man formale Abschlüsse hat.
    Vielen, vielen Dank!

    Sophie

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    ich bin seit Juni 2014 arbeitslos. Auch nach fast 100 Bewerbungen tut sich nichts, ich hatte zwar einige Vorstellungsgespräche, die aber z.T. fast unverschämt in den Anforderungen waren. Ich arbeite sehr gerne, mir macht mein Beruf (Direktionsassistentin) auch viel Freude, doch wenn mir schon beim VG mindestens 70 – 80 unbezahlte Überstunden pro Monat angekündigt werden, hört der Spaß auf.
    Während der Zeit habe ich mich im EDV-Bereich fortgebildet und auch der Bekannten einer Freundin geholfen, ein Konzept für ihr Kosmetikstudio (wurde umgewandelt in einen Shop-in-Shop) zu erstellen.
    Nachdem ich fürchte, dass neben meinem Alter (52) die von Arbeitgebern möglicherweise hoch eingeschätzten finanziellen Ansprüchen meinerseits und den inzwischen 9 Monaten Arbeitslosigkeit entscheidende Knock-out-Kriterien sind, möchte ich die Beratung in den Lebenslauf einfügen. Wie ‚verpacke‘ ich das am sinnvollsten?

    Herzlichen Dank & freundliche Grüße
    Edita M.

  • Hallo Herr Bergfrede,

    bis 12/2011 war ich ale Projektleiter projektgebunden beschäftigt. Projekt ging 2012 weiter. Mündliche Zusage lag vor. Habe dann mittgeteilt, dass eine BrustkrebsOP in Kürze nötig wird. Zur Unterschrift des AV kam ers nicht. (IM LV krank bis und dann alo oder wie)
    2013 beschäftigt im Bereich Personalberatung; eine Sitzverlegung machte es mir unmöglich mit um zu ziehen; Folge: arbeitsuchend 2014 (Kündigung: wie darstellbar im LV)
    2015 Berater eines jungen SartUps:(Wege werden sich trennen müssen; 2 Kaufleute sind einer zuviel, wobei einer davon Ehefrau des GF)

    Für kurzfristige Beantwortung und Formulierungstipps bin ich sehr dankbar.

    Beste Grüße

    Joachim

  • Hallo,

    entschudligen Sie bitte die verspätete Rückmeldung. An sich diesbezüglich so konkrete Tipps zu geben ist schwierig. Sie sollten in jedem Fall bei der Wahrheit bleiben, denn wie sich zeigt, sind Sie aus bestimmten Gründen in die Arbeitslosigkeit gerutscht. Insofern Ihr Anliegen noch immer aktuell ist, sollten Sie sich mit Ihren Fragen an Profis aus diesem Bereich wenden (zum Beispiel wie hier empfohlen Die Bewerbungsschreiber). Alternativ können Sie sich an auf diese Frage spezialisierte Coaches wenden.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,
    Bernadette

  • Hallo,

    Sie sollten sich in erster Linie auf Ihre Stärken fokussieren und nun versuchen das, was Sie in der vorhergehenden Zeit versäumt haben, nachzuholen. Insofern Sie lange Zeit nicht erfolgreich nach einem Job gesucht haben/sich darauf beworben haben, sollten Sie unbedingt Ihrer Karriere förderliche Aktivitäten im Bereich des ehrenamtlichen Engagements in Erwägung ziehen. Dadurch können Sie Ihren Lebenslauf letztlich aufpeppen.

    Es ist auch davon abzuraten, dass Sie Ihre Lücken durch Selbststudium o. ä. versuchen „schön zu reden“. Bleiben Sie bei der Wahrheit und schreiben Sie „arbeitssuchend“ in Ihren Lebenslauf.

    Viel Erfolg weiterhin und viele Grüße,
    Bernadette

  • Hallo Edita M.,

    sinnvoll lässt sich Ihre beratende Tätigkeit vor allem im Anschrieben anbringen. Sie können ebenfalls die Bekannte bitten, dass diese sich als Referenz für das Projekt angeben lässt. Im Lebenslauf fügt sich diese (eher ehrenamtliche) Tätigkeit am besten unter dem Punkt „Sonstiges“ ein.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,
    Bernadette

  • Hallo Sophie,

    du gliederst deinen Lebenslauf entsprechend nach den einzelnen Kategorien. Deine letzten beruflichen Stationen kommen in diesem Zusammenhang immer an erster Stelle, danach das Studium/die Ausbildung und im Anschluss etwaige Weiterbildungen (hier werden MOOCs eingefügt) sowie der Punkt „Sonstiges/weitere Kenntnisse“.
    Denn: MOOCs werden nicht mit Garantie auch in Deutschland anerkannt.

    Viel Erfolg und viele Grüße,
    Bernadette

  • Hallo,
    in diesem Fall ist es ratsam, diese Auszeit auch als solche zu bennen, bzw. sich auf die Formulierung „arbeitssuchend“ zu stützen.

    Viele Grüße,
    Bernadette

  • Hallo Sarah,

    in deinem Fall ist es vielleicht hilfreich, wenn du dir im Hinblick auf deinen Lebenslauf sowie in Bezug auf deine künftigen Interessen Hilfe bereits bei der Berufsberatung suchst. Viele Trainer und Coaches bieten dabei direkt Unterstützung bei der Erstellung deines Lebenslaufes.

    Viel Erfolg und viele Grüße,
    Bernadette

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich finde Ihre Tipps sehr hilfreich und sie werden mich in Zukunft vor einigen Fehlern bewahrt.

    Aber: Je mehr ich lese, desto mehr identifiziere ich mich mit dem Negativbeispiel, dass nach einschlägiger Meinung kein Personalbearbeiter oder Arbeitgeber haben will:

    Ich habe extreme Motivationsprobleme und entsprechend wenig Ergeiz. Böse Zungen bezeichnen mich auch einfach als faul. Als Folge davon habe ich nicht nur sehr lange für mein (wohlgemerkt abgeschlossenes) Studium gebraucht, sondern auch mehrere monatelange Lücken in meinem Lebenslauf, in denen ich tatsächlich „nur auf der faulen Haut gelegen habe“. Seit Mai bin ich nun auf Arbeitssuche, doch auch wieder nicht so engagiert, wie ich nach allgemein vermittelter Darstellung sein müsste.

    Diese Fehler habe ich nunmal trotz besseren Wissens begangen und kann nichts mehr daran ändern.

    Ich bin Diplomphysiker, hoch intelligent und körperlich kerngesund, spreche fließend Englisch mit einjähriger Auslandserfahrung, bin musikalisch begabt, tierlieb, talentierter Amateurzeichner und gelegentlich auch Heimwerker und habe eine fast schon ungesunde Begeisterung für Sci-Fi und Fantasy.

    Wie kann ich nun meine Bewerbung inkl. Lebenslauf verfassen, dass ich nicht gleich alle Personaler abschrecke und doch noch genommen werde?