Das einfache Arbeitszeugnis ist nur ein beschreibender Tätigkeitsnachweis, enthält also keine Wertung des Ausstellenden. Darüber hinaus nennt es am Schluss den Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, üblicherweise auch Dank und Glückwünsche für die weitere berufliche Entwicklung.

Wenn Sie über eine mehrjährige Tätigkeit nur ein einfaches Zeugnis in der Bewerbung vorlegen, wird ein Personaler misstrauisch. Er wird davon ausgehen, dass Ihre Leistung mangelhaft war. Oder er wird vermuten, dass Sie es selbst beantragt haben. Zum Beispiel um zu vermeiden, dass bestimmte Vorfälle (wie etwa Diebstahl) erwähnt werden!

Fordern Sie daher grundsätzlich ein qualifiziertes Zeugnis von Ihrem Arbeitgeber! Es beurteilt Arbeitsbereitschaft, Arbeitsbefähigung, Arbeitsweise, Leistungen und Erfolge, Wissen, Fort- und Weiterbildung, Vertrauenswürdigkeit, Führungsqualifikation, persönliches und soziales Verhalten zu Kollegen, Vorgesetzten und Kunden.

Vorsicht beim Arbeitszeugnis:

Falls Sie sich ein einfaches Zeugnis ausstellen lassen, zum Beispiel weil Sie eine negative Bewertung durch Ihren Arbeitgeber befürchten, können Sie nachträglich kein qualifiziertes Zeugnis verlangen!

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Über den Autor

Stefan Gerth

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