Wenn ein Arbeitszeugnis fehlt, lassen Sie nichts unversucht, um ein Zeugnis für Ihre Bewerbung nachzufordern. Selbst wenn Sie sich im größten Unfrieden vom Arbeitgeber getrennt haben: Es kann gut sein, dass man dort inzwischen nicht den geringsten Anlass sieht, Ihnen mit einem schlechten Zeugnis zu schaden.

Falls das Arbeitszeugnis fehlt

Ist definitiv nichts bei Ihrem alten Arbeitgeber zu machen, lassen Sie das Zeugnis in Ihrer Bewerbung dennoch nicht einfach weg! Fügen Sie stattdessen an der Stelle der Arbeitszeugnisse in der Bewerbung ein Blatt ein und begründen Sie kurz, warum das Zeugnis fehlt!

Mitunter liest man, man könne sich ersatzweise von der Krankenversicherung eine Bescheinigung geben lassen, dass man im betreffenden Zeitraum dort versichert war. Das ist Unsinn. Die Krankenkasse kann Ihnen nur bestätigen, dass Sie überhaupt versichert waren, nicht aber, über wen. Genauso gut hätten Sie in der Zeit arbeitslos und über Arbeitsagentur oder ARGE versichert sein können – damit ist eine solche Bescheinigung wertlos.

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Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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3 Kommentare

  • Hallo, in meinem Fall ist es so, dass ich mich leider vor ca 18 Jahren nicht um mein Arbeitszeugnis über die Ausbildung und weitere Anstellung in dem Betrieb gekümmert habe. Ich war 7 Jahre in dieser Firma beschäftigt. Damals habe ich gleich wieder eine Stelle gefunden und auch bei meinem derzeitigen Arbeitgeber habe ich die Stellung als Sekretärin auf Empfehlung bekommen. Ich brauchte die ganzen Jahre kein Arbeitszeugnis. Heute mit 41 möchte ich mich nochmal neu orientieren und denke, das ist mein Problem. Denn meine Bewerbungsunterlagen sind nicht vollständig. Ich werde noch nicht mal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Hoffe Sie können mir einen Tip geben: Wie erkläre ich am besten, dass dieses Arbeitszeugnis fehlt? Für Ihre Hilfe bedanke ich mich im voraus!
    Viele Grüße
    Karola

    • Hallo Karola,

      es gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder versuchen Sie, trotz der langen Zeit das Zeugnis noch zu bekommen, oder Sie erklären wahrheitsgemäß, warum Sie keines haben – was natürlich ein echtes Handicap darstellt.

      Viel Erfolg!
      Wolfgang Bergfeld