Lücken in der eigenen Karriere und Auszeiten richtig darstellen ist im Anschreiben und Lebenslauf immer schwierig. Werden diese in den Bewerbungsunterlagen nicht fundiert begründet, sinken die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und den anvisierten Job. Mit den folgenden Tipps wird Ihnen aber auch dieses in Zukunft gelingen.

Lücken und Auszeiten richtig darstellen – im Lebenslauf

Längere Krankheiten, Eltern- und Pflegezeiten führen Sie im Lebenslauf nach demselben Muster auf wie Berufstätigkeiten. Aber auch eine längere Reise nach dem Studium oder einen halbjährigen Auslandsaufenthalt mit dem Ziel, die Sprache zu lernen (weiß ja keiner, dass Sie überwiegend am Strand gelegen und Ihren Wortschatz mit den dortigen Schönheiten trainiert haben) werden in der Bewerbung nach dieser Struktur angegeben.

Lücken und Auszeiten richtig darstellen – im Anschreiben

Tipp: Greifen Sie »Problemzonen« und Fragen, die sich angesichts Ihres Lebenslaufs ergeben könnten, offensiv und selbstbewusst in Ihrem Anschreiben auf!

Spielen überstandene schwere Krankheiten oder ein Unfall in Ihrem Lebenslauf eine Rolle, sagen Sie dazu im Anschreiben, dass Sie nun wieder kerngesund und ohne Einschränkungen leistungsfähig sind. Falls Sie das nicht sind, erwähnen Sie kleinere Einschränkungen besser nicht im Vorhinein. Wenn alles andere stimmt, haben Sie dazu noch Gelegenheit im Vorstellungsgespräch – und eine viel höhere Chance, dass man es akzeptiert.

Um eventuelle Fragen zu stellenlosen Zeiten oder auch zu Ihrer Motivation als Bewerber gar nicht erst aufkommen zu lassen, demonstrieren Sie in Ihrer Bewerbung Tatendrang.

Schreiben Sie etwas wie: »Nachdem ich …

  • zwei Jahre im Ausland verbracht habe und dort meine Sprachkenntnisse perfektionieren konnte
  • jahrelang intensiv meinen schwer erkrankten Mann gepflegt habe
  • meine Kinder erfolgreich in die Selbstständigkeit begleitet habe

… bin ich nun hoch motiviert, mich wieder mit voller Energie ins Arbeitsleben zu stürzen.«

Tipp: Geben Sie dem Personaler so wenig Spielraum wie möglich, über Lücken oder auch vage formulierte Tätigkeiten zu spekulieren. Diese Spekulationen dürften grundsätzlich zu Ihren Ungunsten ausfallen. Sagen Sie etwas zu jeder Lücke und seien Sie bei der Zeit konkret! Damit ersparen Sie sich gleichzeitig manch unangenehme Nachfrage im Vorstellungsgespräch.

Wünschen Sie weitere Hinweise zur vorteilhaften Darstellung Ihrer individuellen Situation? Hier erhalten Sie professionelle Unterstützung!

 

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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29 Kommentare

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich arbeite vielfach mit Arbeitslosen und insofern häufig mit Bewerbungen. Mir gefallen Ihre Tipps und kleinen Hinweise und so werde ich Ihre Website meinen TN liebend gerne weiterempfehlen.

    Mit freundlichem Gruß
    H. Schoo

    • Hallo Frau Schoo,

      das freut mich sehr. Sie können mir aus Ihrer Erfahrung gerne auch Hinweise geben, wo ich vielleicht zu ungenau war oder wo es trotz aller Informationen noch hapert. Ich bin immer daran interessiert, diese Website zu verbessern.

      Freundliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich habe mein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Personalmanagement erfolgreich abgeschlossen und schreibe nun Bewerbungen.
    Beovr ich in die Arbeitswelt einsteige, werde ich noch zwei Monate nach Australien reisen und dort als Backpacker das Land erkunden. Nun weiß ich nicht, wie ich das in meinem Anschreiben formulieren kann, da ich die Bewerbungen vorher noch abgschicken möchte und in dem Zeitraum dann für Gespräche und sonstiges nicht zur Verfügung stehe. E-Mail Kontakt ist allerdings möglich.
    Zudem frage ich mich, ob ich den möglichen Eintrittstermin mit angeben muss?
    Es handelt sich überwiegend um Initiativbewerbungen.

    Ich wäre Ihnen wirklich sehr dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ina M.

    • Hallo Frau M.,

      schreiben Sie doch ganz selbstbewusst so etwas wie: »Nach erfolgreichem Abschluss meines Studiums werde ich zwei Monate lang Australien bereisen/belohne ich mich mit einer zweimonatigen Australien-Reise und stehe Ihnen ab … für ein Gespräch zur Verfügung. Per E-Mail erreichen Sie mich auch in dieser Zeit.« Dann ist auch klar, dass Sie auf E-Mails nicht zwangsläufig innerhalb von Stunden reagieren können.

      Oder Sie schicken die Bewerbungen eben doch erst weg, wenn Sie wiederkommen! Sich nach solch einem Trip ein paar Wochen zu akklimatisieren, bevor es hinaus in die Arbeitswelt geht, erscheint mir ohnehin sinnvoll.

      Ansonsten möchte ich noch meinen Neid bekunden und wünsche Ihnen tolle Erfahrungen mit gutem Wetter und netten Menschen! 🙂

      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • Guten Tag Herr Bergfeld,

    ich bin nach längerer Krankheit (1,5 Jahre) nun wieder arbeitsfähig und möchte natürlich auch schnellstmöglich wieder einer Beschäftigung nachgehen.

    Ich tue mich jedoch schwer diese Krankheit im Lebenslauf und im Anschreiben zu formulieren. Vor der Krankheit war ich als Bürokauffrau tätig und diese Tätigkeit könnte ich auch ohne Einschränkungen ausführen. Jedoch könnte es irgendwann zu einem Rückfall kommen, was ich natürlich nicht hoffe. Wie kann ich dies im Anschreiben bestmöglich formulieren, beziehungsweise im Bewerbungsgespräch „umschiffen“?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Mit besten Grüßen

    Lena L.

    • Hallo Frau L.,

      zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur Genesung und alles Gute, dass es dabei bleibt!

      Sie gehen davon aus, dass Sie gesund bleiben. Es könnte irgendwann zu einem Rückfall kommen, aber schließlich kann jeder Mensch irgendwann erkranken oder einen Unfall erleiden. Warum sollten Sie das also thematisieren?

      Betonen Sie, dass Sie die Krankheit »vollständig überwunden« haben, sich wieder topfit fühlen, (wie Sie selbst schon schrieben) die Tätigkeit ohne jede Einschränkung ausführen können und es kaum erwarten können, wieder in Ihren alten Beruf zurückzukehren. Mit anderen Worten: Strahlen Sie Zuversicht und Tatendrang aus!

      Wenn Sie noch weitere Fragen haben: nur zu!

      Viel Erfolg!

      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich hoffe Sie können mir einen guten Tipp geben. Ich war 5 Jahre krank aufgrund einer Hirnhautentzündung. In verschiedenen Rehas etc. Nun habe ich diese Krankheit vollständig überwunden und bin sozusagen wieder die Alte. Wie ich das nun im Bewerbungsschreiben formulieren kann wüsste ich schon….aber wohin damit im Lebenslauf, der ja wohl als erstes gelesen wird. Und wie kann ich es in kurzer Form dort formulieren? Vielen Dank für eine Antwort.

    C.Müller

    • Hallo Frau Müller,

      zunächst herzlichen Glückwunsch zur vollständigen Genesung! Das freut mich für Sie, 5 Jahre sind eine verdammt lange Zeit, um krank zu sein.

      Es gibt mitunter den Ratschlag, bei einem so »ungünstigen Zeitposten«, der in einem Lebenslauf am Anfang stehen würde, die Reihenfolge in die chronologische umzudrehen. Das würde ich nicht tun, auf so einen Taschenspielertrick fällt keiner herein.

      Also ist das der neueste und somit erste Punkt Ihres Lebenslaufs, etwa so: »Mai 2008 bis Mai 2013: Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation aufgrund einer Hirnhautentzündung«. Sie könnten auch »schwere Erkrankung« schreiben, aber das würde nur ein Fass für Spekulationen öffnen.

      Im Anschreiben würde ich auch damit beginnen und betonen, dass Sie vollständig genesen und ohne Einschränkungen leistungsfähig sind. Denken Sie daran, was der Arbeitnehmer befürchten könnte (»Die wird bald wieder krank.« »Die ist bestimmt langsam.« »Die müssen wir behandeln wie ein rohes Ei.« etc.) – und nehmen Sie ihm diese Ängste! Schreiben Sie betont frisch und munter, optimistisch, motiviert und voller Tatendrang, nach dem Motto: »Wo sind die nächsten Bäume, die ich ausreißen könnte?«).

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!
      Wolfgang Bergfeld

  • Guten Tag Herr Bergfeld,

    bei mir ist es so dass ich aufgrund psychischer Krankheit, Depressionen/Burnout 7Jahre nicht arbeitsfähig war. Ich war natürlich in der Zeit in Behandlung etc. Jetzt ist es so,dass ich mich wieder aufgerappelt habe und mit Hilfe des Arbeitsamtes eine Umschulung oder gar neue Ausbildung starten möchte.( Der Bereich wäre Logopädie, will aber vorher noch ein Praktikum absolvieren.) Es ist mir unheimlich unangehem diese 7 Jahre ohne Anstellung und weiss absolut nicht wie ich das verpacken kann. Habe schon gelesen sowas wie Pflege von Angehörigen usw, ich wohne aber weit weg von meiner Familie oder muss ich das dann gar nicht nachweisen bzw was sage ich wenn ich dazu befragt werde? Bitte helfen Sie mir so gut sie können weiter, es geht mir hier um sehr viel…ein neuer Start ins Leben! Vielen Dank im voraus

    Daniela

    • Hallo Daniela,

      erfinden Sie nichts, das führt zu nichts Gutem.

      Depressionen und Burnout sind heutzutage ja nun wirklich keine Seltenheit mehr. Beschreiben Sie kurz und nachvollziehbar, was los war in Ihrem Leben. Stellen Sie sich aber bloß nicht als Opfer dar! Sie waren überfordert, dann krank, haben einige Zeit gebraucht, um sich wieder aufzurappeln und gesund zu werden. Und jetzt sind Sie wieder am Start. Wer dafür kein Verständnis hat, wird eben nicht Ihr Arbeitgeber!

      Zeigen Sie Selbstvertrauen, frischen Tatendrang, echtes Interesse an Ihrer neuen Aufgabe.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

      Wolfgang Bergfeld

      • Oh es hat doch geklappt, danke erstmal für die lieben Worte!

        Ich stehe dazu was passiert ist,nur weiß ich nicht wie ich das zum Beispiel im tabellarischen Lebenslauf kommentieren soll

        Bsp: 1/ 2007 – 6/ 2013 ??? was schreibe ich da am besten?

        Gesundheitliche Einschränkungen oder gar krank finde ich hört sich nicht gerade sehr danach an ,mich näher kennenlernen zu wollen, wissen sie wie ich das meine?
        Und wie weit gehe ich mit der Offenheit im Lebenslauf,soll ich schreiben dass ich 7 Jahre lang gesundheitlich eingeschränkt war? ich benötige genauere Informationen bezüglich wie es es aufbaue ohne daß mein villeicht zukünftiger Arbeitgeber schon die Lust verliert wenn er schon liest, krank etc. 7 Jahre sind auch nicht gerade wenig.

        Liebe Grüße

        Daniela

        • 7 Jahre sind natürlich eine lange Zeit. Vielleicht unterteilen Sie das noch, z. B. in eine Krankheits-, Reha- und Gesundungsphase mit anschließender Arbeitssuche oder evtl. Fortbildungen? Ich würde einfach für den Krankheitszeitraum „Erschöpfungsdepression“ schreiben, daran ist für mein Empfinden nichts Ehrenrühriges. Es macht ja auch deutlich, dass Sie davor *bis zur Erschöpfung* gearbeitet haben!

          Sie müssen einfach darauf bauen, dass ein Arbeitgeber dafür Verständnis aufbringt. Wenn er das nicht tut, wird er Sie eben nicht einladen – so ersparen Sie sich unangenehme Gespräche mit Menschen, die nur darauf pochen, dass ihre Arbeitnehmer zu „funktionieren“ hätten. Bei denen wäre Ihr nächster Burnout doch vorprogrammiert, da muss Ihnen Ihre Gesundheit wichtiger sein!

          Wenn Sie noch Fragen haben, nur zu.

          Viele Grüße
          Wolfgang Bergfeld

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    für 1,5 Jahren waren erkrankt, wegen Überforderung im Beruf. Jetzt nach meiner med. Reha fühle ich mich gut und möchte sehr gerne wieder arbeiten. Wie kann ich das am Besten im Anschreiben rüberbringen? Für Ihre Hilfe vielen Dank!

    Viele Grüße

    Sophie

    • Hallo Sophie,

      Ihr Fall ist ja ganz ähnlich wie die unten beschriebenen. Bitte sehen Sie sich diese doch an.

      Freundliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich fuhr meinen Mann, der im Außendienst arbeitet und seinen Führerschein verloren hatte 18 Monate. Wie erkläre ich diese Lücke im Lebenslauf

  • Hallo Herr Bergfeld,

    Ich habe im August 2008 mein Biologie Studium erfolgreich abgeschlossen und recht lange gebraucht um mich zu einer Promotion durchzuringen.
    Mit dieser habe ich dann im November 2009 begonnen und bin jetzt bald Fertig (2-3 Monate muss ich wohl noch schreiben).

    Von 2009 bis jetzt (02.2015) ist es ja doch eine recht lange Zeit.
    Das kommt aber daher, dass ich nur bis November 2012 bezahlt werden konnte, anschließend 1 Jahr ALG 1 bekam aber dennoch voll weiter an meiner Dissertation gearbeitet habe.
    Seit November 2013 habe ich nun kein geregeltes Einkommen mehr, habe gut 9 Monate zwischendurch meinen Großvater gepflegt, da ich der einzige meiner Familie in der Stadt bin (seit 6 Monaten hat mein Großvater endlich einen Heimplatz auf dem Land bei meinen Eltern), dafür hatte ich auch Geld von meiner Familie bekommen um zu „leben“.

    Jetzt weiß ich nicht wie ich das genau in meinem Lebenslauf aufführen kann.
    Mir ist klar, dass ich zuoberst unter Studienausbildung meine noch laufende Promotion schreibe, aber daran habe ich ja nun nicht pausenlos gearbeitet. Erst seitdem mein ‚Großvater endlich einen Heimplatz hat konnte ich mich wieder an die Arbeit machen. Aber auch eben nicht sofort. Da war ja noch sein ganzes Leben was ich aufräumen musste, zb die Wohnung kündigen, renovieren etc.
    Anschließend fühlte ich mich doch emotional etwas geschlaucht und habe erstmal 2-3 Monate garnichts gemacht.
    Jetzt jobbe ich nebenbei am Kiosk. Aber das ist ja auch keine Tätigkeit die meinem Beruflichen Werdegang hilft, also kann/sollte ich dies aufführen?

    Also: 11.2009-11.2012 Angestellt, 11.2012-11.2013 ALG1, 09.2013-08.2014 Pflege, 08-11.2014 Faulenzen und jobben und jetzt seit Januar sitze ich wirklich am Schreibtisch.

    Ich finde das ist etwas konfus und schwierig in einem Anschreiben zu erläutern, und welchen teil davon überhaupt. Aber für eine tabellarische Darstellung gibt es mir zu viele Überschneidungen und naja, unter welcher Überschrift denn?

    Dafür gibt es leider keinerlei Mustervorlagen. oder doch?

    Vielen Dank!
    Tim

    • Hallo Tim,

      zunächst nennst du deine Zeit während der Promotion. Zudem solltest du, wie auch oben bei die aufgeführt, die einzelnen Stationen nennen (bitte nicht Faulenzen, Jobben etc., sondern nur „Promotion“).
      Mach dir um deine Promotionsdauer selbst keine Gedanken, da bekanntlich häufig der Doktor etwas länger dauert.

      Achtung: Bitte nutze keine Mustervorlagen, da diese den entgegengesetzten Effekt haben. Dadurch schadest du dir in den meisten Fällen mehr, als das du einen Nutzen darauf ziehen kannst.

      Viel Erfolg und viele Grüße,
      Bernadette

  • Hallo Herr Bergfeld,
    ich musste zwei Ausbildungen aus gesundheitlichen gründen abbrechen. Danach habe ich erstmal in verschieden Berufen gearbeitet. Zwischenzeitlich habe ich eine neue Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Nun bin ich wieder vollständig Gesund. Wie formuliere ich die Abbrüche im Lebenslauf?

    Mit freundlichen Grüßen
    Laura T.

  • Hallo Herr Bergfeld,

    habe auch das Problem, daß ich nach einer körperlichen Einschränkung noch 3 Jahre eine psychische Erkrankung bekam und habe daher eine sehr große Lücke, für die ich keine Nachweise habe. Kinder habe ich keine, auch Eltern sind nicht mehr vorhanden, die man hätte gepflegt.

    Ich möchte auch ungern etwas über meine Krankheiten schreiben oder sogar erklären müssen, aber ich bin nun soweit, daß ich wieder arbeiten könnte. Leider habe ich auch vor 5 Jahren die Ausbildung zur Betreuungskraft in Pflegeheimen gemacht, habe danach keine Anstellung in dem Bereich gefunden in der ich mir eine neue berufliche Zukunft erhofft hatte und weiß jetzt nicht so genau wie ich die große Lücke und den bisherigen Nicht Einstieg in dem neuen Bereich erklären soll.

    Hätten Sie da einen Rat?

    Mit freundlichen Grüßen

    Annika F.

    • Hollo Annika,

      es freut mich, dass Sie nach einer so langen Zeit wieder bereit sind in das Berufsleben einzusteigen.
      Zunächst einmal möchte ich Sie ein wenig beruhigen, denn allzu schlimm sieht Ihre Situation gar nicht aus. Besonders in der Pflegebranche werden nämlich jederzeit engagierte und gut ausgebildete Kräfte gesucht. Da Sie ja eine Ausbildung als Betreuungskraft abgeschlossen haben und sich nun bereit fühlen tatkräftig anzupacken, erfüllen Sie schon einmal die wichtigsten Grundvoraussetzungen für dieses Berufsfeld. Seien Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber gegenüber also aufgeschlossen und ehrlich und lassen Sie ihn die nötigen Informationen wissen. Dass Sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen (und da spielt es keine Rolle ob diese physisch oder psychisch sind) eine vorübergehende Auszeit nehmen mussten, ist gewiss keine Schande. Nun kann es ja weiter gehen – und das sollte es doch sein, was Ihren Arbeitgeber interessiert.
      Freundliche Grüße und alles Gute für die Zukunft!

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    Nachdem ich mir Ihre Antworten durchgelesen habe, möchte ich mich nun auch an Sie wenden und bitte Sie nun auch mir zu Helfen. In meinem Lebenslauf ist eine große Lücke entstanden, welche mir bereits Schwierigkeiten bereitet hat. Oktober 2013 erkrankte ich an einer Lungenembolie und benötigt ein knappes Jahr, bis ich wieder vollständig genesen war. Im September 2014 erlitt mein Großvater einen Schlaganfall, da ich selbst, aufgrund der Lungenembolie psychisch noch nicht im Stande war wieder in das Berufsleben einzusteigen (zuvor studiert (nicht abgeschlossen)als ungelernte Hilfskraft in der Pflege tätig gewesen), ich bei meinen Großeltern aufwuchs, übernahm ich unterstützend die häusliche Pflege meines Großvaters, zuletzt auch palliativ. Im Juli diesen Jahres ist er verstorben. Während dieser Zeit übernahm ich selbstständig (privat) Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht für Schüler, dafür habe ich keinerlei Nachweise, falls der AG fragen würde. Ich nahm mir bis heute die Zeit, um für meine Großmutter und für mich selbst da zu sein. Da ich mein Studium definitiv nicht weitermachen möchte, sondern eine Ausbildung in der Pflege beginnen möchte, habe ich nun ein Problem mit meinem Lebenslauf, da von Oktober 2013 bis dato eine Lücke entstanden ist (Krankheitsphase, häusliche Pflege eines Angehörigen und freiberufliche Schülerbetreuung dafür wie gesagt, keinen Nachweis). Könnten Sie mir bitte bei dieser 2 jährigen Lücke helfen (Formulierung/ Sollte man die Krankheit erwähnen/Monatsangaben?)

    Vielen herzlichen Dank,
    Jema

    • Hallo Jema,

      prinzipiell haben Sie so gesehen keien Lücke im Lebenslauf. Die, so nenn ich es einmal, krankheitsbedingte Auszeit können Sie schließlich begründen, ebenso wie die danach aufkommende Pflegezeit (Sie haben sogar entsprechend Erfahrung in der Pflege, die Sie mit einbringen können). Sie sollten die Angaben entsprechend der Umstände machen, mit denen Sie konfrontiert wurden. Im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit einen Vermerk einzufügen, der besagt, dass Sie entsprechende Auskünfte im persönlichen Gespräch gerne machen.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

      Viele Grüße,
      Bernadette

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    bei mir ist es etwas schwierig und ich weiß nicht so recht wie ich es darstellen soll. Ich habe auf dem 3. Bildungsweg vor 8 Jahren mein Abitur erlangt und mich sogleich in ein Studium gestürtzt. Nach 5 Semestern habe ich mich für ein anderes Studium entschieden. Vor 2 Jahren ist meine MUtter schwer erkrankt und ich habe sie ein halbes Jahr lang bis zu ihrem Tod gepflegt, was jedoch dazu geführt hat, das ich mein zweites Studium abgebrochen habe und bis jetzt nicht wieder etwas gefunden habe. Mich hat diese Zeit sehr mitgenommen und ich habe lange gebraucht um neuen Mut zu fassen. Nun bin ich entschossen es zu schaffen, habe allerdings probleme, meine Situation in eine Bewerbung zu packen. Es wäre schön wenn sie mir helfen könnten.

    MFg .M.B

    • Hallo Markus,

      zunächst war ich kurz verwirrt, wie du es mit dem dritten Bildungsweg zum Abitur geschafft hast – aber du meinst die Berechtigung zum Besuch einer Hochschule über die Ausbildung sowie Berufserfahrung und/oder Zusatzfortbildungen. Dazu schon einmal meinen Glückwunsch!
      Deine Situation zu erklären entpuppt sich als etwas tricky und ist so leicht nicht zu erklären. Im Lebenslauf musst du bei einer wahrheitsgemäßen Darstellung deiner Situation bleiben. Jede Lüge kann letztlich bei deiner Einstellung auffliegen und dich deinen Job kosten.
      Du solltest ebenfalls im weiteren Verlauf bei der Wahrheit bleiben und, insofern dir die Situation unangenehm ist, dort schreiben, dass du persönlich gerne zu weiteren Auskünften bereit bist.

      Wenn du unsicher bist, so lass dir bei deiner Bewerbung helfen, beispielsweise von einem professionellen Service für Bewerbungen.

      Viele Grüße und viel Erfolg bei deiner Bewerbung!
      Bernadette

  • Hallo Herr Bergfeld,

    ich habe in meinem Lebenslauf 4 Lücken zu je 2-5 Monaten, weil ich in befristeten Arbeitsverhältnissen stand. Jedes davon hatte immer die Option einer Verlängerung. Was mach ich nun damit, stehe ich dazu (was real und mir lieb wäre) oder lass ich diese unter den Tisch fallen? Ist es wichtig dabei in welcher Position man sich bewirbt? „Eine leitende Position darf keine Lücken haben?“

    Freundlichen Gruß
    Jana H.

    • Hallo Jana,

      stehe zu deinen Lücken im Lebenslauf und erkläre diese einem Personaler im Vorstellungsgespräch. Nutze dein Anschreiben dazu, um mit deinen Qualitäten als Arbeitnehmerin zu überzeugen. Lügen haben kurze Beine, gerade im Lebenslauf, sodass du dir mit einer Lüge zu dieser Zeit nur deine Chance für ein Weiterkommen im Bewerbungsverfahren nimmst.

      Viele Grüße und viel Erfolg!
      Bernadette

  • Hallo Herr Bergfeld,

    Ich weiß nicht mehr weiter , woran es liegt das ich nur Absagen bekomme. Im jahr 2005 hatte ich einen Unfall. Ich wwar bis dahin in mehreren handwerklichen Gewerken tätig und musste mich wegen des Unfalls neu orientieren. Da dies ein privater Unfall war, fühlte sich niemand zuständig was eine Umschulung betraf. Die Rentenversicherung wieß mich an das Arbeitsamt. Dort hielt man mich sehr lange mit Bewerbungstrainings und 1,-€ Jobs aus der Statistik raus und mir wurde sogar von einer Sachbearbeiterin gesagt das Harz4 Empfänger keine Umschulung finanziert bekämen. Nachdem ich dann den 3ten 1,-€ Job machen sollte, wendete ich mich an die Leitung der Arge. Ich bekam daraufhin eine Umschulung zum Bürokaufmann die ich 2013 erfolgreich beendet habe. Mein Problem ist das ich, egal wieviele Bewerbungen schreibe entweder nur Absagen oder gar keine Rückmeldung bekomme.
    Aus der Zeit der handwerklichen Tätigkeit habe ich keinerlei Zeugnisse, da ich es damals versäumt habe welche anzufordern. ich habe versucht noch welche im Nachinein zu bekommen, man schrieb mir jedoch das es nach so langer Zeit unmöglich sei noch ein aussagekräftiges Zeugnis zu erstellen. Auch gibt es etliche Firmen bei denen ich gearbeitet habe gar nicht mehr. Hinzu kommt wohl das ich bereits 49 bin. Woran es genau liegt weiß ich nicht, wäre aber froh wenn Sie mir bezüglich der Bewerbung ein paar Tips geben könnten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fred B.

    • Hallo Fred,

      der Grund für die Absagen bzw. mangelnden Rückmeldungen kann an verschiedenen Faktoren liegen. Angefangen bei Kleinigkeiten, wie ein für Personaler nicht angemessenes Bewerbungsfoto, Nutzung von Musterbewerbungen etc., oder eben einer unvorteilhaften Darstellung Ihrer Auszeiten in der Bewerbung. An dieser Stelle ist es schwierig für mich, den entsprechenden Grund für die Absagen konkret zu benennen bei Ihnen. Ich rate Ihnen, dass Sie einmal Ihre Bewerbungsunterlagen professionell prüfen und ggf. optimieren lassen. Ein Bewerbungsexperte kann Ihnen konkrete Tipps für Ihre Situation geben. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines solchen Services können Sie dann entsprechend von Ihren Steuern absetzen.
      Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und einen baldigen Bewerbungserfolg!
      Mit besten Grüßen,
      Bernadette