Studium und Beruf unter einen Hut zu bringen ist gar nicht so leicht, mit einem berufsbegleitenden Studium aber möglich. Ob ein Studium neben dem Job für Sie geeignet ist und welche verschiedenen Möglichkeiten dabei zur Auswahl stehen, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Ein Hochschulstudium ist, insbesondere wenn Sie eine Führungsposition anstreben, mittlerweile nahezu unverzichtbar. Ob im Management oder als Ingenieur – falls Sie mit dem Gedanken spielen, Ihren Lebenslauf durch ein Studium aufzuwerten, können Sie dies berufsbegleitend absolvieren. So können Sie weiter in Ihrem Job arbeiten und zusätzlich eine auf dem Arbeitsmarkt begehrte Qualifikation erhalten. Da die Veranstaltungen in der Regel in den Abendstunden, an Wochenenden oder in Form von Blockseminaren stattfinden, ist die Vereinbarkeit mit dem Beruf gegeben.

Die Pluspunkte des berufsbegleitenden Studiums liegen auf der Hand:

  1. Sie erhalten weiterhin Ihr Gehalt und müssen Ihren Lebensstandard nicht aufgrund des Studiums einschränken.
  2. Darüber hinaus ist ein (weiterführendes) Studium ein Mehrwert für Ihren Lebenslauf. Es macht Sie nicht nur für Ihren derzeitigen Arbeitgeber zu einem wertvolleren Mitarbeiter, sondern wirkt sich auch auf zukünftige Bewerbungen positiv aus.
  3. Sie können im Studium erlernte Inhalte direkt auf Ihre Arbeit im Unternehmen anwenden.

Weitere, weniger offensichtliche Vorteile:

  • Bei einem Studium, das berufsbegleitend beendet wurde, haben Personaler häufig eine höhere Toleranz bezüglich längerer Studienzeiten. Das liegt daran, dass Sie durch die Doppelbelastung ohnehin stärker eingebunden sind. Somit schwindet der Druck, die Regelstudienzeit unbedingt einhalten zu müssen.
  • Ein berufsbegleitend abgeschlossenes Studium ist ein Zeichen für Flexibilität, Ausdauer, Zielstrebigkeit sowie eine hohe Belastbarkeit – wichtige Soft Skills, die in jeder Branche gefragt sind!

Der Ablauf des berufsbegleitenden Studiums

Der Ablauf des Studiums neben dem Beruf hängt vor allem vom gewählten Fach sowie dem jeweiligen Programm ab. Zusätzlich lässt es sich nach Ihren persönlichen Vorlieben ausrichten:

  • Abendschule und am Wochenende: In der Regel besuchen Sie an zwei bis drei Abenden in der Woche sowie samstags ganztägig die Fachhochschule oder Universität.
  • Präsenzphasen/Blockveranstaltungen: Diese Studienform erfordert eine genaue Absprache mit Ihrem Arbeitgeber, bietet aber den Vorteil, dass Sie sich in den Präsenzphasen ganz auf Ihr Studium konzentrieren können.
  • Online-Kurse/MOOCs: Insbesondere an Fernhochschulen ist diese Form sehr verbreitet. Sie können im Fernstudium zeit- und ortsunabhängig studieren und sich Ihr Lernpensum frei einteilen.

Unterstützung durch den Arbeitgeber

Da viele berufsbegleitende Studiengänge von privaten Hochschulen angeboten werden, entstehen höhere Kosten als bei einem Studium an einer staatlichen Universität oder Hochschule. So erheben die Hochschulen sowohl für den Bachelor als auch für den Master Studiengebühren. Oftmals liegen diese im zweistelligen Tausenderbereich und müssen von Ihnen getragen werden. Eine Rücksprache mit Ihrem Arbeitgeber kann sich in diesem Fall finanziell für Sie lohnen.

Ist das Unternehmen an der Weiterbildung seiner Mitarbeiter interessiert, beteiligt es sich gegebenenfalls an den Kosten oder übernimmt sie sogar ganz. Beachten Sie jedoch die Bedingungen Ihres Arbeitgebers, an die die Kostenübernahme gebunden ist. Oftmals verpflichten Sie sich, nach dem Abschluss des Studiums für einige Jahre im Unternehmen zu bleiben. Andernfalls können Sie Ihre Studiengebühren bis zu einem gewissen Grad von der Steuer absetzen.

Doppelbelastung als Stressfaktor

Neben guten Jobaussichten und Aufstiegsmöglichkeiten bedeutet ein berufsbegleitendes Studium vor allem eines: Stress! Der Balanceakt, sowohl dem Privatleben gerecht werden zu wollen als auch gute Leistungen zu erzielen, ist nicht immer einfach. Überlegen Sie bereits vor Beginn, wie Sie Ihre Verpflichtungen in Job und Studium mit Ihrer Freizeit sowie familiären Verpflichtungen in Einklang bringen können. Feierabend und Wochenende müssen von den Studenten häufig zum Lernen genutzt werden, sodass der für das jeweilige Semester relevante Stoff gelernt werden kann – all dies gilt es zu berücksichtigen.

Ob das berufsbegleitende Studium für Sie die richtige Wahl ist, hängt offensichtlich von verschiedenen Faktoren ab. So müssen Sie neben zeitlichen und finanziellen Ressourcen auch Stress und Strapazen zugunsten des Studiums in Kauf nehmen. Belohnt werden Ihre Anstrengungen am Ende mit einem Zeugnis, das Ihnen viele Türen öffnen kann! Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

Über den Autor

Stefan Gerth

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