Was ist ein Bewerberprofil als Alternative…?

Ist von einem Bewerberprofil als Alternative zum Lebenslauf die Rede, ist nicht etwa das Profil gemeint, welches Sie bei Online-Jobbörsen durch das Ausfüllen einer Maske, also eines vorgefertigten Formulars, hinterlegen. Unter einem Bewerberprofil ist vielmehr eine komprimierte Darstellung Ihrer Kernkompetenzen und -qualifikationen zu verstehen. Diese sollte Ihre Eignung für den angestrebten Job prägnant und aussagekräftig unterstreichen.

Ein Bewerberprofil als Alternative ist, wenn nicht explizit in der Stellenausschreibung verlangt, kein Pflichtelement einer vollständigen Bewerbungsmappe. Dennoch kann es sich durchaus lohnen, ein wenig Zeit und Aufwand in die Erstellung eines Bewerberprofils zu investieren. Zum einen zeigen Sie durch den betriebenen Mehraufwand Ihr ernstes Interesse an der Stelle, auf die Sie sich bewerben. Zum anderen machen Sie es Ihrem potenziellen Arbeitgeber leichter, sich ein Bild von Ihnen und Ihren Kompetenzen zu machen. Somit haben Sie wahrscheinlich höhere Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

…wann wird es verwendet…?

Ob Sie ein Bewerberprofil als Alternative zum Lebenslauf versenden oder in Kombination mit Ihrem Lebenslauf, hängt in erster Linie von der Stellenausschreibung bzw. der Stelle und dem Unternehmen an sich ab. Es lässt sich allerdings pauschalisieren, dass ein gut strukturiertes und aussagekräftiges Bewerberprofil einen durchaus positiven Eindruck bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber hinterlassen kann. Besonders für den Personaler, der sich täglich mit zahlreichen Bewerbungen befasst, ist die Darstellung Ihrer wesentlichen Fähigkeiten und Kenntnisse zusammengefasst auf einer Seite eine erhebliche Erleichterung. Anstatt sich diverse Informationen aus Ihrem Lebenslauf sowie Anschreiben zusammen suchen zu müssen, liegen ihm alle notwendigen Aussagen komprimiert auf einer oder maximal zwei Seiten vor.

Besonders für Initiativbewerbungen und Kurzbewerbungen per Post und/oder E-Mail, aber auch für persönliche Übergaben z. B. auf Firmenmessen eignet sich ein Bewerberprofil als Alternative zum Lebenslauf. Sollten Sie jedoch beides in Ihren Bewerbungsunterlagen unterbringen wollen, gilt besondere Vorsicht bei der Verteilung der Informationen auf Lebenslauf und Bewerberprofil. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht wiederholen und Inhalte sich doppelt und dreifach in Ihrer Bewerbung wiederfinden lassen. Um dem Leser Ihrer Bewerbung nicht den Eindruck zu vermitteln, Sie hätten so wenige Erfahrungswerte, dass Sie sich bereits auf zwei Seiten wiederholen müssen, sollte Sie darauf achten, dass Ihr Bewerberprofil nicht nur Ihr ausformulierter Lebenslauf ist.

…und was gehört eigentlich hinein?

Der Inhalt eines Bewerberprofils lässt sich zwar durch übergeordnete Kategorien einschränken, kann jedoch sehr individuell nach persönlichen Anforderungen gestaltet werden. Die Darstellung Ihrer beruflichen Erfahrungen und Kernkompetenzen sowie charakteristische Kenntnisse und Fähigkeiten sind quasi ein Muss in jedem Bewerberprofil. Stellen Sie sicher, dass Sie bei der Ausformulierung jeglicher Informationen stets die Relevanz der Inhalte für die zukünftige Stelle berücksichtigen.

Auf Angaben wie Jahreszahlen und Firmenstandorte sollten Sie in jedem Fall verzichten. Beschränken Sie sich bei der Angabe Ihrer beruflichen Erfahrungen auf die wesentlichen Aufgabenbereiche und die damit zusammenhängenden Qualifikationen. Diese sollten stichpunktartig aufgeführt und in Bezug auf die neue Stelle beleuchtet werden.

Ihr Bewerberprofil hat stets das Ziel, den Personaler davon zu überzeugen, dass gerade Sie der perfekte Bewerber für die freie Position im Unternehmen sind. Aus diesem Grund sollte Ihr Profil mit kleinstmöglichem Umfang, jedoch umso mehr Präzision, die folgenden Elemente überzeugend vermitteln:

  • was Sie können
  • was Sie bereits geleistet haben
  • was Sie für das Unternehmen zu leisten imstande sind
  • welches Potenzial Sie besitzen

Bei einer Initiativbewerbung muss das Bewerberprofil dem Personaler vor allem auf einen Blick sagen: Wo könnte ich diesen Mitarbeiter optimal einsetzen? Besonders, wenn ein Unternehmen keine neuen Mitarbeiter sucht, ist die Beantwortung dieser Frage von zentraler Bedeutung.

Tipp: Vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten auf jede Seite zu schreiben!

 

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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2 Kommentare

  • Hallo,

    und wann ist so ein Profil nun sinnvoll? Ich bewerbe mich für ein Prakitkum und habe über ein solches Profil nachgedacht. Aber so richtig anfreunden kann ich mich damit noch nicht. Obwohl besonders bei Praktikumsstellen ja wirklich sehr viele Bewerbungen immer reinkommen. Hmm…

    Grüße

    • Hallo,

      die Antwort ist im Prinzip ganz einfach: wenn Sie dadurch besser und übersichtlicher darstellen können, was Sie drauf haben! Andersherum: Wenn Sie es sich aus den Fingern saugen und es mit vagen Behauptungen füllen müssten, weil Sie z. B. noch kaum Berufserfahrung haben, lassen Sie es lieber.

      Viele Grüße
      Wolfgang Bergfeld