Ein Telefoninterview hat vor allem für das Unternehmen viele Vorteile, da es nicht nur Zeit und organisatorischen Aufwand spart, sondern ein kostengünstiges Kennenlernen der Bewerber ermöglicht. Wie Sie das telefonische Vorstellungsgespräch zu Ihrem Vorteil nutzen und so Ihrer Karriere auf die Sprünge helfen, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Neben der Freude über das Interesse an der eigenen Bewerbung macht sich bei vielen Bewerbern auch Nervosität sowie Unsicherheit breit, wenn Sie die Einladung zum Vorstellungsgespräch in den Händen halten. Das Telefoninterview kommt besonders dann zum Einsatz, wenn es um heißbegehrte Jobs geht und die Anzahl an Bewerbern dementsprechend hoch ist. Entgegen vieler Erwartungen haben das persönliche Vorstellungsgespräch und das Telefoninterview einige Gemeinsamkeiten: Beide erfordern eine intensive Vorbereitung und sind zunächst einmal ein gutes Zeichen, da Ihre Bewerbungsunterlagen das Interesse des Personalers geweckt haben.

Die Kleidung

Sie müssen nicht gleich Ihren vornehmsten Anzug aus dem Schrank holen oder sich in die unbequemen Pumps hineinquetschen! Wenngleich Sie in Jogginghose oder Bademantel dasitzen könnten – ziehen Sie sich für das telefonische Vorstellungsgespräch angemessen, aber trotzdem bequem an. Allein durch das Gefühl, vorbereitet zu sein und durch die mentale Einstellung auf das Gespräch, steigert passende Kleidung das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden, was auch der Personaler am Telefon bemerkt.

Der richtige Ort für das Telefoninterview

Noch wichtiger als passende Kleidung ist ein ruhiger Ort, an dem Sie während des Gesprächs ungestört sind und eine stabile Telefonverbindung haben. Ein Café oder die S-Bahn sind dementsprechend unpassend. Legen Sie sich Ihre Bewerbungsunterlagen sowie die entsprechende Stellenausschreibung bereit, um auf Rückfragen zu Ihrer Bewerbung reagieren zu können. Falls Sie selbst Fragen zum Job haben, die Sie den Personaler stellen möchten, notieren Sie auch diese.

Wichtig: Informieren Sie Familienmitglieder und Mitbewohner, dass Sie ein wichtiges Gespräch haben und nicht gestört werden möchten.

Stimme und Ausdrucksweise

Insbesondere Bewerber, die ihr Gesagtes gern durch Gestik und Mimik unterstreichen, haben im Telefoninterview Nachteile. Es ist deshalb besonders wichtig, auf eine klare Aussprache, angemessene Lautstärke und ein Lächeln auf den Lippen zu achten. Denn sowohl der Gesichtsausdruck als auch die Sitzhaltung haben erheblichen Einfluss auf den Eindruck, den der Gesprächspartner am Telefon erhält.

Was tun beim Spontaninterview?

Im Gegensatz zu angekündigten, geplanten Telefoninterviews testen viele Arbeitgeber ihre Bewerber durch spontane Interviews. So werden neben möglichen Rückfragen an den Bewerber auch seine Stressresistenz sowie Spontanität geprüft. Sie stehen gerade in der Kasse am Supermarkt, wenn der Personaler anruft? In unpassenden Situationen bitten Sie den Personaler höflich und freundlich um einen erneuten Anruf, möglichst noch am selben oder darauffolgenden Tag.

In der Bewerbungsphase ist es daher wichtig, sich immer mit vollem Namen zu melden und das Telefon stets aufgeladen zu haben, um im „Ernstfall“ professionell zu wirken – trotz Stress und Aufregung.

Vorbereitung ist das A und O

Mit unseren 5 Tipps zur richtigen Vorbereitung auf das Telefoninterview steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Weg:

1. Für das Telefon gilt:

Benutzen Sie nach Möglichkeit kein Smartphone, sondern einen Festnetzanschluss. Speichern Sie (für den Fall eines Spontaninterviews) Telefonnummern der Unternehmen, bei denen Sie sich beworben haben, ein. So fällt es Ihnen später leichter, den Gesprächspartner zuzuordnen.

2. Ordnung ist die halbe Miete!

In Ihrem Fall vielleicht sogar die ganze Miete! Denn wenn Sie all Ihre versendeten Bewerbungsunterlagen an einem Ort gesammelt und nach Unternehmen geordnet haben, sodass alles griffbereit ist und Sie auf Rückfragen zu Ihrer Bewerbung antworten können, dann verläuft das Vorstellungsgespräch für Sie wesentlich entspannter und erfolgreicher!

3. Bereiten Sie sich auf Standardfragen vor!

Das bedeutet nicht, dass Sie Antworten auswendig lernen sollten. Überlegen Sie sich genau, was Ihre Stärken und Schwächen sind, wie Sie das jeweilige Unternehmen beschreiben würden, wieso Sie der am besten geeignete Bewerber sind und was Sie an der angebotenen Stelle besonders interessiert. Ihren Lebenslauf und Antworten eventuelle Rückfragen dazu sollten Sie ebenfalls kennen.

4. Gehaltsvorstellung, Eintrittstermin etc.

Insofern Sie diese Angaben nicht schon in Ihren Bewerbungsunterlagen gemacht haben, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Personaler im Telefoninterview danach fragt. Sie sollten also vorbereitet sein, um nicht ins Stottern zu geraten und sich womöglich Chancen auf Ihr Wunschgehalt zu verbauen.

5. Bedanken!

Durch eine kurze Mail, in welcher Sie nochmals Ihr Interesse an der Stelle bekunden und sich für das freundliche Gespräch bedanken sowie die Zusendung weiterer Unterlagen anbieten, rufen Sie sich nochmals in das Gedächtnis des Personalers. Versenden Sie diese am besten noch am Abend nach dem Gespräch.

Mit unseren Tipps sind Sie für Ihr nächstes Telefoninterview gewappnet. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

Wenn Sie noch Hilfe bei der professionellen Gestaltung Ihrer Bewerbung benötigen, wenden Sie sich an unsere Bewerbungs-Experten.

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Über den Autor

Stefan Gerth

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