Das Deckblatt der Bewerbung – als Einstieg in Ihre Bewerbungsunterlagen erzeugt es den ersten Eindruck zu Ihrer Person. Deshalb gilt es, gerade an dieser Stelle Fehler zu vermeiden. Mit folgenden Tipps & Tricks erfahren Sie, wie Sie beim Erstellen von Deckblättern alles richtig machen.

Um die Bewerbung abzurunden und zu vervollständigen, wird ihnen häufig ein Deckblatt beigefügt. Dieses ist noch vor dem Lebenslauf, dem Motivationsschreiben und sämtlichen Anlagen zu finden. Nur das Anschreiben, welches den direkten Einstieg in die Bewerbung ermöglicht, wird den restlichen Dokumenten aufgelegt.

Wozu ein Bewerbungsdeckblatt?

Das Deckblatt fungiert – genauso wie der Einband eines Buchs – als Titelseite. In einer Buchhandlung würden Sie vermutlich zuerst auf die Bücher mit den interessantesten Covern aufmerksam werden. Ein positiver erster Eindruck macht also sehr viel aus. Ähnlich verhält es sich bei Bewerbungen: Personaler, denen ein Deckblatt positiv auffällt, gehen die Bewerbungsmappe interessierter und mit positivem Vorbehalt durch.

Was beinhaltet das Deckblatt der Bewerbung?

Da es bei einem Deckblatt in erster Linie um das Erzeugen von Übersichtlichkeit und Struktur geht, sollte auch der Inhalt diese Ziele wiederspiegeln. Eine optisch hervorgehobene Überschrift ist wesentlicher Bestandteil des Deckblattes. An dieser Stelle ist es Geschmackssache, ob die angestrebte Position einen Teil der Überschrift darstellt. Eine weitere Möglichkeit ist, nach einer schlichten Headline den zukünftigen Arbeitgeber und die Berufsbezeichnung einzeln auf dem Deckblatt aufzuführen.
Sind diese Informationen im oberen Drittel der Deckseite untergebracht, ist es eine Frage des Designs, ob Sie das Bewerbungsfoto links-, oder rechtsbündig oder zentriert positionieren.
Im unteren Drittel des Deckblattes platzieren Sie Ihre Kontaktdaten sowie eine Inhaltsangabe über die Bestandteile der Bewerbungsunterlagen.

Von oben nach unten beinhaltet ein Deckblatt also…
… eine hervorgehobene Überschrift 
… die angestrebte Position (optional)
… den zukünftigen Arbeitgeber 
… die eigene Berufsbezeichnung 
… das Bewerbungsfoto 
… die eigenen Kontaktdaten 
… eine Inhaltsangabe der Bewerbungsunterlagen 

Layout und Design des Deckblatts

Sollten Sie Ihre Unterlagen nach einem bestimmten Schema gestaltet haben, sollten Sie diese als Vorlage für das Deckblatt verwenden. Auf diese Weise erhalten sie eine abgerundete Optik und wirken professioneller. Geben Sie unbedingt darauf Acht, die Farbgebung anzupassen und ähnliche Designelemente (wie beispielsweise farbige Balken zur Unterteilung von Rubriken) zu verwenden.
Zur Not können Sie sich hierzu auch an Vorlagen und Mustern orientieren. Allerdings gilt an dieser Stelle – selbstverständlich auch für das Bewerbungsschreiben – dass diese Muster niemals eins zu eins übernommen werden sollten und lediglich als Anregung dienen.

Das Bewerbungsdeckblatt – Brauche ich es?

Um zu entscheiden, ob Sie ein Bewerbungsdeckblatt verwenden sollten oder nicht, ist es ratsam die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abzuwiegen, denn das Deckblatt der Bewerbung ist optional.

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Übersicht – Das Deckblatt soll dem Personaler auf einen Blick und ohne großen Zeitaufwand vermitteln, worum es sich bei den vorliegenden Dokumenten handelt und welche Person sich für welche Position im Unternehmen bewirbt. Wiederholungsgefahr – Achten Sie darauf, dass Sie die Informationen, die auf dem Deckblatt verarbeitet wurden, nicht erneut in den weiteren Bewerbungsunterlagen auflisten. Auch Ihr Bewerbungsfoto sollten Sie nicht ein zweites Mal im Lebenslauf einbinden, wenn es bereits auf Ihrem Deckblatt zu finden ist.
Platzersparnis – Dadurch, dass Basisinformationen und Bilder auf den eigentlichen Bewerbungsdokumenten wegfallen, da sie das Deckblatt füllen, ist mehr Platz für relevante Informationen. Bei Bewerbern mit einer sehr umfangreichen Vita kann ein Deckblatt die Bewerbungsunterlagen noch langatmiger machen und die Bewerbung unnötig aufbauschen.
Struktur – Durch ein einheitliches Layout und eine aufgeräumte Gestaltung kann ein Bewerbungsdeckblatt der ganzen Bewerbungsmappe Struktur verleihen und dem Personaler somit das Leben erleichtern. Bei Berufseinsteigern und Bewerbern mit einer eher kurzen Vita kann das Deckblatt bei falscher Strukturierung zu viele Informationen vorwegnehmen, die evtl. für das Füllen des Lebenslaufes benötigt würden.
Aufmerksamkeit – Das Deckblatt der Bewerbung bietet jedem Bewerber die Chance, sich durch individuelle visuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu präsentieren. Damit prägt das Deckblatt den ersten Eindruck beim Unternehmen. Die Gestaltung von Deckblättern stellt für den Bewerber einen Mehraufwand dar, welcher Zeit und Arbeit erfordert. Stiftet das Beifügen eines Deckblattes jedoch einen nennenswerten Nutzen, kann sich der Aufwand durchaus lohnen.

Fazit

Sie sollten Deckblätter immer dann in Ihrer Bewerbung verwenden, wenn es Ihnen einen Mehrwert bringt. Entscheiden Sie, welche Vor- oder Nachteile für Sie persönlich überwiegen. Legen Sie bei der Gestaltung des Deckblattes den Fokus auf eine sorgfältige und stimmige Anordnung. Denn ein Deckblatt sollte eine Bewerbung immer aufwerten!

 

Über den Autor

Stefan Gerth

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