Einen sympathischen ersten Eindruck durch das Bewerbungsfoto zu erzeugen ist für viele Menschen eine Kunst. Nur die wenigsten stehen Tag für Tag vor einer Kamera und wissen daher, wie unterschiedliche Gesichtsausdrücke auf den Betrachter wirken können. Für die meisten jedoch ist ein Termin beim professionellen Fotografen nichts Alltägliches. Schon gar nicht, wenn es um Bewerbungsfotos geht. Im Gegensatz zu privaten Fotos können Sie nicht einfach in die Kamera grinsen. In dieser Situation fühlt sich so mancher Bewerber eher unwohl oder weiß nicht recht, wie er denn nun am besten gucken soll. 

Heraus kommt oft ein Gesichtsausdruck, den der Betrachter, in diesem Fall der Leser Ihrer Bewerbung, als unfreundlich, gelangweilt, introvertiert, uninteressiert oder unmotiviert empfindet. Der Fotografierte selbst hält das Bewerbungsfoto oft für ‚normal‘ oder ‚neutral‘. Hier sollten Sie jedoch lieber anderen Menschen vertrauen, zum Beispiel dem Fotografen, ehrlichen Freunden oder Familienmitgliedern.

Auch ein gekünsteltes bis gequältes Lächeln vermittelt keinen guten ersten Eindruck durch das Bewerbungsfoto. Menschen sind von Kindesbeinen an bestens trainiert darin, die kleinsten Unstimmigkeiten in Gesichtsausdrücken zu entdecken und bewusst oder unbewusst darauf zu reagieren.

Was es unter allen Umständen zu vermeiden gilt:

Verängstigt, leidend oder sogar flehentlich zu wirken. Sie wollen doch den Job und kein Mitleid, oder?

Sie sollten sich positiv von Ihren Konkurrenten abheben und das Unternehmen nicht nur durch Lebenslauf und Anschreiben, sondern auch mit Ihrem Bewerbungsfoto überzeugen.

Dazu haben wir acht hilfreiche Tipps für einen guten Eindruck durch das Bewerbungsfoto für Sie zusammengestellt:

❶ Wenn Sie sich am Tag Ihres Fototermins unwohl fühlen oder krank sind, verschieben Sie den Termin auf einen anderen Tag.

❷ Gönnen Sie sich am Vortag einen Miniurlaub. Einen Tag in der Natur, eine ausgiebige Radtour mit Freunden, einen Ausflug in ein Wellness-Bad oder was Ihnen sonst noch Spaß macht. Hauptsache, es lässt Sie ein wenig entspannen! Die Investition wird sich auszahlen, denn eine positive, erholte und frische Ausstrahlung erzeugt einen positiven Eindruck durch das Bewerbungsfoto. Dieser kann leicht der Schlüssel zum Vorstellungsgespräch sein kann!

❸ Trainieren Sie zu Hause vor dem Spiegel, welches Gesicht Sie beim Fotografen aufsetzen wollen, um einen sympathischen, interessierten, motivierten und/oder zielstrebigen Eindruck zu hinterlassen.

❹ Üben Sie auch dezent und freundlich zu lächeln. Ziehen Sie dabei nicht übertrieben Ihre Mundwinkel hoch, sondern versuchen Sie, „mit den Augen zu lächeln“. Reine Gesichtsgymnastik hilft häufig nicht. Besser ist es, wenn Sie sich über entsprechende Gedanken, Vorstellungen oder Erinnerungen in die richtige Stimmung versetzen.

❺ Formulieren Sie Sätze, die Sie später während der Aufnahmen, per „Gedankenkraft“ an die Kamera senden wollen. Solch ein Satz kann etwa sein: „Hallo, hier ist Ihr neuer Mitarbeiter!“ oder „Mit mir treffen Sie eine gute Wahl!“ Das wird Ihre Mimik, insbesondere den Ausdruck Ihrer Augen, entsprechend beeinflussen und in Ihrer Bewerbung eine positive Wirkung zeigen.

❻ Denken Sie an positive Dinge, während Sie in die Kamera sehen. An frühere Erfolge oder Zeiten, in denen Sie sich rundum glücklich gefühlt haben.

Hilfe von Freunden

❼ Falls Sie besonders kamerascheu sind, lassen Sie sich von einem guten Freund am Vortag einige Male fotografieren. Alternativ machen Sie ein paar Bilder von sich selbst. So gewöhnen Sie sich an den Blick in die Linse und hinterlassen einen guten Eindruck durch das Bewerbungsfoto.

❽ Bringen Sie eine Person mit ins Fotostudio, die Ihnen und Ihrer Stimmung gut tut. Diese können Sie zwischendurch anstrahlen, um Ihre Gesichtsmuskeln zu lockern. Sie kann Ihnen außerdem bei der Entscheidung helfen, welches Bild Sie schlussendlich auswählen sollten und Sie beraten, auf welchem Foto Sie am besten rüberkommen.

Über den Autor

Stefan Gerth

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