Zeigen Sie, dass Sie sich über den Empfänger Gedanken gemacht haben und sprechen Sie ihn zwei-, dreimal an. Das macht Ihr Anschreiben sympathischer und gleichzeitig beweisen Sie gute Umgangsformen und Sozialkompetenz.

Die meisten Bewerber reden nach der Anrede nur noch von sich. Das können Sie besser: Überprüfen Sie, wie oft in Ihrem Anschreiben »Sie« oder »Ihr(e)« vorkommen; zwei, drei Mal dürfen es schon sein. Jeder fühlt sich gerne persönlich wahrgenommen und angesprochen!

Möglichkeiten der persönlichen Ansprache

Beziehen Sie sich anfangs auf die Stellenausschreibung: »Sie wünschen sich eine Mitarbeiterin, die besonders gut …« Zitieren Sie aber nichts wörtlich aus dem Stellenangebot, sondern drücken Sie es in Ihren Worten aus. Damit zeigen Sie, dass Sie verstanden und sich darüber Gedanken gemacht haben, worum es dem Stellenanbieter wirklich geht.

Um zwischendurch auf das »Sie« zu kommen, streuen Sie zum Beispiel relevante Informationen ein, die Sie bei einem Telefonat oder im Internet recherchiert haben: »Wie mir Ihre Mitarbeiterin Frau Müller mitteilte, legen Sie besonderen Wert auf …«, »Vor Kurzem las ich in der Frankfurter Rundschau, dass Ihr Unternehmen in Kürze auch den XY-Markt bearbeiten will …«

Tipp von professionellen Bewerbungsschreibern: Stellen Sie beim Beschreiben Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten möglichst einen Bezug zur Stelle und zum Unternehmen her, nach dem Prinzip: »… habe ich XY gelernt …« oder »habe ich mich im Bereich YZ weitergebildet. Gerne würde ich diese Kenntnisse gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen …« » Besser noch, wenn Sie ganz konkret sagen können, was und wie Sie es tun würden.

Deutlich persönlicher und verbindlicher können Sie schreiben, wenn Sie den Empfänger kennen, etwa weil Sie ihn auf einer Firmenmesse getroffen oder länger mit ihm telefoniert haben. Beziehen Sie sich auf etwas, das Ihnen im Gespräch auffiel; zeigen Sie, dass der Mensch Ihnen wichtig ist, indem Sie ihm Glückwünsche zu einem bevorstehenden Familienereignis senden, ihm einen schönen Urlaub wünschen usw. Am besten eignen sich dafür Einleitungssatz, Schlusssatz und PS.

Tipp: Machen Sie sich ab sofort immer Notizen zu solchen persönlichen Details, damit Sie sie fürs Anschreiben und eventuelle (weitere) Telefonate parat haben!

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Über den Autor

Stefan Gerth

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