Erstattung der Bewerbungskosten – Tipps & Tricks

Wie wäre es mit der Erstattung der Bewerbungskosten, da diese nicht nur eine Menge Zeit und Aufwand kosten, sondern auch Geld?! Falls Sie sich fragen, wie Sie, als Bewerber und künftiger Arbeitnehmer, die Kosten für Ihre Bewerbung (zumindest größtenteils) erstattet bekommen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Auch wenn für die einen Bewerbungskosten kaum erwähnenswert sind, läppert es sich für die meisten eben doch. Nicht nur der teure Besuch beim Fotografen oder das Treffen mit dem Ratgeber, der Ihnen beim Erstellen der perfekten Bewerbung hilft, auch das verwendete Papier und geführte Telefonate kosten Geld. Allein die Reisekosten für die Fahrt zum Vorstellungsgespräch können unter Umständen hoch sein. Und wenn Sie jetzt noch daran denken, dass Arbeitssuchende sich für gewöhnlich nicht nur bei einem Unternehmen bewerben, kann im Laufe des Bewerbungsprozesses schon eine beträchtliche Summe für die Bewerbungsunterlagen zusammenkommen.

Welche Möglichkeiten haben Sie also für die Erstattung der Bewerbungskosten?

❶ Der potentielle Arbeitgeber:

Der einfachste Weg, sich die Bewerbungskosten erstatten zu lassen, führt in der Regel über den Arbeitgeber selbst.
Mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch verpflichtet sich der Arbeitgeber nach §670 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) automatisch, einige der Bewerbungskosten des Bewerbers, unabhängig davon, ob eine Zu- oder Absage auf das Gespräch folgt, zu erstatten.
Ausnahmen treten dann ein, wenn der Arbeitgeber von vornherein oder spätestens in der Einladung zum Vorstellungsgespräch ausschließt, dass derartige Kosten übernommen werden.

❷ Die Agentur für Arbeit:

Durch sogenannte „Fördergelder“ für Arbeitslose und Arbeitssuchende bietet die Arbeitsagentur vielen Bewerbern die Möglichkeit zur Erstattung der Bewerbungskosten.
Der §45 Abs.1 Drittes Sozialgesetzbuch (SGBIII) bietet die rechtliche Grundlage für den Antrag.
Pro Bewerbung werden im Regelfall jeweils 5€ pro schriftlicher und 1€ pro Online-Bewerbung nachträglich „gutgeschrieben“. Das kann bis zu einer Höhe von 260€ vorkommen.

❸ Das Finanzamt:

Ebenfalls kann man die Bewerbungsausgaben, z.B. für Bewerbungsfotos, amtliche Beglaubigungen, Kopien der Bewerbungsunterlagen, aber auch Lehrbücher, als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Dies setzt voraus, dass alle benötigten Nachweise erbracht bzw. glaubhaft gemacht werden können.
Das Finanzamt erkennt dabei in der Regel alles an, was im weitesten Sinne mit dem Begriff ‚Bewerbungskosten‘ in Verbindung gebracht werden kann.

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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