Hinsichtlich geforderter Berufserfahrungen bei vielen Stellenangeboten müssen Sie fehlende fachliche Qualifikation ausgleichen. Alles scheint zu stimmen, aber dann kommt: »Spezielle Kenntnisse im Bereich der Kontrollierten Wohnraumlüftung erforderlich«.

Klar, dass dem Unternehmen bzw. dem Arbeitgeber Kenntnisse über die eigene Branche lieb sind. Ebenso klar ist aber, dass Sie während Ihrer beruflichen Karriere nicht in jeder Branche Erfahrungen sammeln konnten. Vor allem als Berufsanfänger, z. B. nach dem Studium denkt man häufig: »Ja, wenn mir mal einer die Chance geben würde, erste Erfahrungen zu sammeln! Meine fehlende fachliche Qualifikation bricht mir das Bein!«

„Ich kann das!“

Tipp: Sind Sie sicher, die im Stellenangebot genannte Aufgabe bewältigen zu können? Dann sagen Sie das selbstbewusst und begründen Sie es dem Personaler nachvollziehbar und im Detail, um von ihm eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten und Ihre fehlende fachliche Qualifikation auszugleichen!

Wenig Sinn hat es zu versuchen, die Bedeutung Ihrer Erfahrungen im Anschreiben kleinzureden, nach dem Motto: »Zwar verfüge ich nicht über die von Ihnen geforderte Erfahrung im OTC-Bereich, aber Verkaufen ist schließlich Verkaufen.« Der Grundgedanke ist richtig und das eine oder andere Unternehmen mag die Bedeutung von Branchenkenntnissen (oder die benötigte Zeit, sie sich anzueignen) sogar überschätzen. Aber noch haben Sie die Stelle auf die Sie sich bewerben nicht und können dem Arbeitgeber Ihre Kompetenz nicht beweisen.

Fehlende fachliche Qualifikation durch Gemeinsamkeiten ausgleichen

Versuchen Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben eine Brücke zu dem Job zu bauen und Gemeinsames herauszustreichen. Bewerben Sie sich nicht oberflächlich, das wirkt lächerlich. Sie müssen sich schon gründlich mit der Materie und dem Job beschäftigen. Die Standardfloskel vieler Bewerber »Ich könnte mich jederzeit kurzfristig einarbeiten« ist für ein professionelles Bewerbungsschreiben nicht zu empfehlen. Wenn die Aneignung der geforderten Fähigkeiten und Qualifikationen (zumindest in den Augen des Personalers oder Vorgesetzten) so einfach und so kurzfristig möglich wäre, hätte er die Anforderung im Stellenangebot für den Beruf nicht formuliert.

Wenn Sie als Bewerber sicher sind, dass Sie die gestellte Aufgabe bewältigen, dann begründen Sie es. Gut möglich, dass der Empfänger (z.B. der Personaler) Ihren bisherigen Bereich und Ihre dadurch erworbenen Fähigkeiten gar nicht im Detail kennt. In diesem Fall kann er nicht wissen, mit welchen Kenntnissen, Verfahren oder Arbeitsmitteln Sie vertraut sind.

Tipp: Um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, ist es besonders wichtig, dem Personaler zu zeigen, was Sie in Ihrer bisherigen beruflichen Karriere geleistet haben, und welche Kompetenzen Sie für den anvisierten Beruf mitbringen. Eine fehlende fachliche Qualifikation können Sie so kompeniseren. Hierfür sollten Sie nicht nur Gemeinsamkeiten herausstreichen, sondern Ihre Qualifikationen auch anhand von Beispielen aus Ihrer bisherigen Laufbahn verdeutlichen und diese im Lebenslauf aufführen.

Wie Sie diese Informationen in Ihrer Bewerbung ideal unterbringen, erfahren Sie im zweiten Teil zur Frage: „Wie kann ich fehlende fachliche Qualifikation ausgleichen?

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Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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