Welche Gründe für die Jobsuche weisen Sie vor?

Gehen Sie in der Bewerbung glaubwürdig auf Ihre eigenen Interessen und Ihre Gründe für die Jobsuche ein, aber auch auf die des Arbeitgebers!

Im Bewerbungsschreiben rein eigennützige Motive zu nennen wäre nicht klug. Auf der anderen Seite ist klar, dass Sie den Job nicht haben wollen, um dem neuen Chef mehr Euros ins Portemonnaie zu spülen. Es gilt also, einen oder mehrere Gründe für die Jobsuche oder eine Motivation zu finden, die beide Interessen wahrt – Ihres und das des neuen Arbeitgebers! Mit einigem Nachdenken lassen sich durchaus Dinge finden, die beiden Parteien von Nutzen sind – das ist auch eine Sache der Darstellung und Formulierung.

Tipps und Beispiele

  • Wenn Ihnen in Ihrem jetzigen Job langweilig ist:

Drücken Sie aus, dass Sie mehr tun, mehr Verantwortung übernehmen und dazulernen möchten. Das ist nachvollziehbar, Ihr Ehrgeiz sowie Ihr Arbeits- und Lernwille verheißen gleichzeitig Gutes für das Ausfüllen der neuen Position.

  • Tun Sie ganz einfach nichts lieber als das, was die neue Stelle beinhaltet?

Dann sagen Sie es und erklären Sie dem Unternehmen, dass Sie ein engagierter, motivierter und überzeugter Bewerber sind!

  • Haben Sie eine bestimmte Karriere im Sinn und wollen sich durch den Jobwechsel voranbringen?

Das dürfen Sie selbstbewusst kundtun, zum Beispiel, indem Sie Ihre Gewissheit darüber äußern, dass Ihre Zielstrebigkeit bestens mit den betrieblichen Karrieremöglichkeiten harmoniert.

  • Möchten Sie in einem angeseheneren Unternehmen (zum Beispiel beim Marktführer) arbeiten oder streben Sie einen besseren Verdienst an?

Bekennen Sie sich dazu und machen Sie deutlich, dass Sie dafür selbstverständlich Ihr Bestes geben und vollen Einsatz zeigen.

  • Verfügen Sie über besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse, die schon viel zu lange brachliegen und die Sie durch den Jobwechsel reaktivieren und ausbauen wollen?

Betonen Sie in Ihrem Anschreiben mit konkretem Bezug auf das Stellenprofil, wieso das Unternehmen von Ihrem Lern- und Schaffensdrang, Ihrer Power und Ihrem Einsatzwillen profitieren würde!

Der neue Job ist keine Notlösung!

Wichtig ist bei all dem, dass die Bewerbung für den neuen Arbeitgeber nicht als Notlösung rüberkommt, sondern für ihn attraktiv ist. Versetzen Sie sich wieder einmal in seine Lage: Klingen Ihre Gründe für die Jobsuche und Ihre Motivation, als wollten Sie über Ihren persönlichen Vorteil hinaus

  • für ihn die Ärmel aufkrempeln?
  • Besonderes und/oder besonders viel leisten?
  • mehr Kunden ranschaffen bzw. mehr verkaufen?
  • seine Produkte und Leistungen verbessern?
  • seine Probleme lösen helfen?

Die Übereinstimmung mit dem geforderten Profil

Finden Sie überzeugende Worte. Vermeiden Sie nichtssagende Formulierungen, wie »passt wie die Faust aufs Auge« oder »wie für mich gebacken«. Begründen Sie, warum alles so gut passt, warum es Ihnen Freude machen würde, die Aufgabe anzupacken. Dann sind Sie gleichzeitig bestens vorbereitet auf die in Vorstellungsgesprächen beliebten Fragen »Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?« und »Wieso sollten wir gerade Sie einstellen?«.

Sie wissen trotzdem noch nicht was Sie schreiben sollen? Schneller zur Stelle hat Ihnen ein paar Profitipps gegen Schreibblockaden zusammengestellt.

*****

Unser Tipp: Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Formulierung Ihrer Motivation haben, lohnt es sich auf professionelle Unterstützung zurückzugreifen >>

Lesen Sie hier, wie ein Bewerbungsanschreiben typischerweise aufgebaut ist >>
Lesen Sie hier, welche Gründe für eine Arbeitssuche Sie besser verschweigen >>
Lesen Sie hier alle Artikel zum Thema Bewerbungsanschreiben >>

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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39 Kommentare

  • Ich freue mich über die hilfreichen Tipps Ihrer Seite! Mich beschäftigen noch folgende Fragen:

    Wie gehe ich aber damit um, wenn ich nach einer Zeit der Selbständigkeit lieber wieder als Arbeitnehmer tätig sein möchte?

    Wie „erkläre“ ich längere Zeiten der Arbeitslosigkeit?

    Sollte man „reiferes“ Alter (50+) thematisieren?

    Vielen Dank für Ihre Antworten!

    • Vielen Dank für Ihr Lob. Hier meine Antworten:

      Selbständigkeit: Ich plädiere ja immer für Ehrlichkeit und Offenheit. Die sollte man kombinieren damit, Vorteile für den Arbeitgeber zu finden und herauszustellen. Warum wollen Sie nicht mehr selbständig sein? Zum Beispiel, weil Sie ein regelmäßiges sicheres Einkommen schätzen. Daran ist nichts Ehrenrühriges. Schreiben Sie jetzt noch dazu, dass Sie im Gegenzug gerne überdurchschnittlichen Einsatz zu zeigen bereit sind, dass Sie aufgrund Ihrer Selbständigkeit gewohnt sind, eigenverantwortlich und zielorientiert zu arbeiten oder Ähnliches, das zur Stelle passt.

      Arbeitslosigkeit: Hierzu möchte ich Sie auf meinen Artikel Lücken im Lebenslauf verweisen.

      Alter: Hier könnte man leicht ins Rechtfertigen oder Beschönigen geraten, was nicht gut ankommt und unglaubwürdig wirkt. Der wohl wichtigste Tipp in diesem Zusammenhang: Legen Sie besonderen Wert auf Ihr Bewerbungsfoto, investieren Sie in einen guten Fotografen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Foto ausstrahlt: Hier ist jemand, der Erfahrung hat, der aber auch vital ist und richtig zupacken kann.

  • Hallo,

    Ich (33) mache seit September 2012 eine Umschulung zur Bürokauffrau und bin jetzt seit Januar im einjährigen Praktikum. Nun hat sich die letzten Wochen immer mehr heraus gestellt, dass der Praktikumsbetrieb die falsche Entscheidung war, da ich dort in keinster Weise ausgebildet werde. Dementsprechend möchte ich wechseln. Das ist auch mit meiner Ausbildungsleiterin abgesegnet und natürlich hab ich vor, solange dort zu bleiben, bis ich einen neuen Praktikumsplatz habe.

    Nur: wie bringe ich das im Anschreiben für die Praktikumsbewerbungen sauber und souverän unter?

    Liebe Grüße und vielen Dank im vorraus.

    • Hallo,

      der Januar ist ja noch nicht so lange her und es ist doch nicht vorgeschrieben, wann Sie Ihr Praktikum beginnen, oder? Können Sie das nicht einfach in Anschreiben und Lebenslauf verschweigen?

      Viele Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • vorab vielen Dank für Ihre Tipps.
    Meine Frage ist, ob es generell schlecht ist, wenn man als Wechselgrund angibt, dass man sich unterfordert fühlt und nicht seinen Qualifikationen entsprechend eingesetzt wird.
    Man soll ja verständlicherweise nicht schlecht über seinen Job und Arbeitgeber reden, aber gehört das auch schon dazu? Oder ist es ehrlich und verständlich, wenn aus dem Lebenslauf hervorgeht, dass man zu „höheren“ qualifiziert ist und sich deswegen neu bewirbt?
    Kurz um: Kann ich schreiben, dass ich unterfordert bin, oder ist das schon ein no-go?
    Danke

    • Ich würde das Wort »unterfordert« vermeiden, es sagt nicht viel aus und könnte arrogant rüberkommen oder nach »schwieriger Mitarbeiter« klingen. Sagen Sie lieber, dass Sie dazulernen, sich weiterentwickeln, Ihre Kenntnisse im Bereich XY in die Praxis umsetzen, mehr Verantwortung übernehmen, mehr leisten wollen. Denken Sie dran: Das Unternehmen interessiert sich nicht für Ihre persönliche Unzufriedenheit oder Entwicklung, sondern nur dafür, was Sie ihm bringen!

  • Hallo,
    befinden mich in eine beruflichen Dilemma und freue mich auf Profi-Tipps!

    – seit ca. 10 Monaten bin ich nun Geschäftsführer, allerdings nicht ganz freiwillig. Mein damaliger Vorgesetzter verließ das Unternehmen und es fand sich kein geeigneter Nachfolger. Für mich eigentlich eine temporäre Notlösung ( so dachte ich).Einige wenige Aufgaben/ Zuständigkeiten wurden an andere Personen delegiert, der Hauptteil beider (!)
    Jobs hängt jedoch jetzt an mir-“ die Quadratur des Kreises“- auf die Dauer absolut keine Perspektive für mich und meine Familie! Hinzu kommt eine sehr lange Kündigungsfrist ( 6 Mon.) und (evtl) mein Jahrgang(1958). Ich möchte mich nun auch auf Stellenausschreibungen bewerben, die unterhalb der Geschäftsführerebene (also Abteilungsleiter o.ä.) bewerben, da ich vorher absolut mit meiner Position als Verwaltungsleiter zufrieden war. Wie begründe ich diesen Wunsch zum „Rückschritt “ auf der Karriereleiter glaubhaft?
    Vielen Dank für Ihre Antworten!

    • Hallo,

      Sie wollen natürlich nicht sagen, dass Ihnen das »zu viel« wurde, weil man bei uns ja zumindest einen Herzinfarkt benötigt, um mal kürzer treten zu dürfen.

      Prinzipiell plädiere ich ja immer für Ehrlichkeit, man muss sie oft nur hübsch verpacken. Sie könnten z. B. einen Grund nennen wie: »Da meine Work-Life-Balance einen solchen Schritt erfordert …« (falls man sich in Ihrer Branche so geschwollen ausdrückt ;)) oder »Da ich meine Stärken eher bei … sehe« (als bei einer Führungsaufgabe).

      Können Sie damit schon was anfangen? Sonst bräuchte ich ein paar mehr Details.

      Viele Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    auch ich möchte mich für die tolle Möglichkeit bedanken, sich in schwierigen Situationen eine fachkundige Meinung einzuholen.

    Hier mein Problem: Seit Mai 2010 habe ich drei Arbeitgeber gehabt. 2 Positionen habe ich vorab gekündigt, die letzte Stelle wurde vom Arbeitgeber gekündigt, da er plötzlich eine andere Idee hatte (Zentrale in UK).

    Ich verwende nun in meinem Lebenslauf eine Seite, welche die Stellenwechsel kurz erklärt, damit ich hier, entsprechend Ihrer Ausführung, kaum Interpretationsspielraum seitens der Personaler gebe. Ich bin hoch motiviert und sehr gut ausgebildet, leider aber habe ich diesen „miesen“ Lebenslauf.

    Bevor ich Ihre Ausführungen gelesen habe, war ich eher zu ehrlich erklärt, statt die positiven Aspekte herauszustellen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir einen Tip geben würden, wie ich meine derzeitigen Erklärungen evtl. noch verbessern kann.

    1. Einstellung als Leiter der Abteilungen X + Y. Abteilung X wurde dann jedoch nicht übergeben, da der bisherige Leiter der Abteilung aus langer Krankheit zurück kam. Statt Abteilung X wurde dann Abteilung Z übergeben, wozu ich bisher keinen Bezug hatte.

    Erklärung:

    Nach meiner Einarbeitungsphase wurden vertraglich zugesagte Aufgabengebiete nicht übergeben. Da ich dies mit meiner Einstellung „Ein Mann ein Wort“ nicht vereinbaren konnte, habe ich das Angebot des Konkurrenten Fa. X angenommen.

    oder:

    Nach meiner Einarbeitungsphase wurden vertraglich zugesagte Aufgabengebiete nicht übergeben. Da dies für mich, in dieser Form, nicht akzeptabel war, habe ich das Angebot von Fa. X angenommen.

    2. Fa. X (Holding mit Landesgesellschaften) hat mich mit einem sehr großen Projekt gelockt, welches über einen langen Zeitraum und mit viel Verantwortung gehen sollte. Letztlich fand das Projekt nicht statt, ich war schnell mit dem kleinen Projekt fertig und habe mich gelangweilt. CEO bat mich noch mit der deutschen Gesellschaft zu sprechen, ob hier nicht eine adäquate Stelle wäre, da man mich nicht verlieren wollte. Da die deutsche Gesellschaft selbst im Umbruch war, gab es jedoch keine adäquate Stelle und ich habe das Angebot von Fa. Y angenommen.

    Erklärung:

    Das zur Einstellung ausschlaggebende Projekt wurde in vereinbarter Größe und der festgelegten Verantwortung nicht durchgeführt. Nach Abschluss des reduzierten Projektes konnte keine Funktion im Unternehmen bereitgestellt werden, welche dem Angebot von Fa. Y entsprach. Um keinen großen Zeitraum ohne verantwortliche Tätigkeit entstehen zu lassen, habe ich das Angebot von Fa. Y angenommen.

    Viele Dank im Voraus
    Henry

    • Hallo Henry,

      freut mich, dass Sie meine Anregungen so ernst nehmen und umsetzen. Zu Ihren Fragen:

      1. Einstellung als Leiter der Abteilungen X + Y. Abteilung X wurde dann jedoch nicht übergeben, da der bisherige Leiter der Abteilung aus langer Krankheit zurück kam. Statt Abteilung X wurde dann Abteilung Z übergeben, wozu ich bisher keinen Bezug hatte.

      Erklärung:

      Nach meiner Einarbeitungsphase wurden vertraglich zugesagte Aufgabengebiete nicht übergeben. Da ich dies mit meiner Einstellung „Ein Mann ein Wort“ nicht vereinbaren konnte, habe ich das Angebot des Konkurrenten Fa. X angenommen.

      Ihre Einstellung könnte durchaus positiv rüberkommen, allerdings nicht in diesem Kontext, wo Sie ja eher bemängeln, dass ein anderer sein Wort *nicht* gehalten hat. Interessant wäre für den Personaler: »Ist der so unflexibel und lernunwillig? Warum hat er sich nicht in die andere Sache eingearbeitet?« Das zu erklären halte ich für wichtiger, als lediglich an der Formulierung herumzutüfteln! Aber trotzdem keine »Romane« schreiben!


      2. Fa. X (Holding mit Landesgesellschaften) hat mich mit einem sehr großen Projekt gelockt, welches über einen langen Zeitraum und mit viel Verantwortung gehen sollte. Letztlich fand das Projekt nicht statt, ich war schnell mit dem kleinen Projekt fertig und habe mich gelangweilt. CEO bat mich noch mit der deutschen Gesellschaft zu sprechen, ob hier nicht eine adäquate Stelle wäre, da man mich nicht verlieren wollte. Da die deutsche Gesellschaft selbst im Umbruch war, gab es jedoch keine adäquate Stelle und ich habe das Angebot von Fa. Y angenommen.

      Erklärung:

      Das zur Einstellung ausschlaggebende Projekt wurde in vereinbarter Größe und der festgelegten Verantwortung nicht durchgeführt. Nach Abschluss des reduzierten Projektes konnte keine Funktion im Unternehmen bereitgestellt werden, welche dem Angebot von Fa. Y entsprach. Um keinen großen Zeitraum ohne verantwortliche Tätigkeit entstehen zu lassen, habe ich das Angebot von Fa. Y angenommen.

      Das hört sich für mich zu sehr nach »Beklagen« an, würde ich neutraler bis positiver formulieren:

      »Das für die Einstellung ausschlaggebende Projekt musste leider stark reduziert werden. Nachdem ich es erfolgreich abgeschlossen hatte, fand sich für mich im Unternehmen keine verantwortliche Funktion mehr, so dass ich das Angebot von Fa. Y annahm.«

      Ich wünsche viel Erfolg – von dem Sie natürlich auch gerne hier berichten können!

      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

  • Sehr geehrter Herr Bergfeld,

    ich bin ganz zufällig auf Ihren Blog gestoßen und habe schon interssiert gelesen. Ich habe eine Frage. Wie formuliere ich in einem Bewerbungsschreiben die Tatsache, dass ich vor Kurzem eine Stelle aufgegeben habe (3 Monate), weil ich mit dieser Art von Chefin so gar nicht zusammenarbeiten könnte. Die Dame war echt fies, hat mich angelächelt und gleichzeitig ziemlich böse Dinge gesagt. Null Wertschätzung, null Respekt. Ich habe nach 3 Monaten gekündigt, ohne mir eine neue Stelle zu suchen. Jetzt bewerbe ich mich und habe leider keinerlei Ahnung, wie ich formulieren könnte, dass es einen best. Typus Mensch gibt, mit dem ich NICHT zusammen sein kann. Muss ich das nicht irgendwie begründen? Und wenn ja, wie? Ich will ja auch nicht zu viel von mir privat preisgeben. Hätten Sie da eine Idee? Ich freue mich über eine Rückmeldung.
    Herzlicher Gruß von birgi

    • Hallo birgi,

      das ist einer der wenigen Fälle, wo ich nicht zur Ehrlichkeit raten würde. Denn das würde Ihnen ziemlich sicher als mangelnde Sozialkompetenz ausgelegt. Grundsätzlich zu formulieren, dass Sie mit einem bestimmten Typus Mensch nicht zusammenarbeiten können, ist keine gute Idee. Auch im Bewerbungsgespräch sollten Sie sich nicht dazu verleiten lassen, über diese Dinge zu sprechen – selbst wenn Ihnen scheinbar noch so viel Verständnis entgegenschlägt, man wird Sie nicht einstellen, weil man Sie als »zu schwierig« empfinden wird.

      Nennen Sie einen anderen, akzeptablen Grund.

      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

      • Hallo Herr Bergfeld,

        danke für Ihre Rückmeldung, auch wenn ich jetzt eher total ratlos bin. Ich wollte mich an der Uni auf eine Stelle bewerben, bei der ähnliche Fähigkeiten, wie bei meiner letzten gebraucht werden: Beraterkompetenz, Erstellung von Abschlussdokumenten (das wars aber auch schon). Ich finde leider keinen anderen akzeptablen Grund, den ich irgendwie gut rüberbringen könnte.
        Kann ich einfach angeben, die Stelle sei befristet gewesen? War sie ja auch, nur verschweige ich dann natürlich, dass ich die Weiterbeschäftigung abgelehnt habe. Könnte dann auch schwierig werden, wenn das Zeugnis kommt, da wird wohl kaum etwas Nettes zu mir drin stehen. Ich bin gerade ziemlich hofnungslos, habe den Eindruck, dass mir meine Entscheidung zu gehen (die ich absolut richtig fand), stellenmäßig das Genick brechen wird.
        Gibt es vielleicht irgendeine Idee, den Inhalt der letzten Stelle „runterzuschrauben“? Also, mich mehr den Anforderungen zu widmen, die bei der neuen Stelle auf mich zukämen?
        Ich bedanke mich für Ihr Interesse an meiner Geschichte und hoffe, Sie haben eine Idee.
        Viele Grüße von Birgi

  • Hallo,
    ich plane einen schwierigen Stellenwechsel, weiß aber nicht, wie ich diesen begründen soll. Ich bitte Sie um einen Vorschlag, um schnellstmöglich meine Situation zu verbessern.

    Ich (29), habe vor einem Monat der Liebe wegen meine letzte befristete Stelle nicht verlängert, sondern leider überstürzt eine Stelle im Jobcenter angenommen, um nach langjähriger Fernbeziehung endlich einen Schritt voran zu kommen. Leider war die Wahl der Stelle wie sich nun zeigt, mehr als falsch.
    Ich arbeite wie erwähnt derzeit beim Jobcenter, aber die Tätigkeit ist absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Alles was ich bisher im öffentlichen Dienst kennen gelernt habe, ist damit absolut nicht vergleichbar. Ich habe richtig panische Angst vor der Arbeit dort im Haus und nur noch Albträume, falls ich überhaupt mal schlafen kann.
    Nun bin ich dort kommunale Angestellte über den Landkreis.

    Dieser hat jetzt intern eine Stelle ausgeschrieben, auf die ich mich gerne bewerben würde, aber ich habe keine Ahnung wie ich den Stellenwechsel logisch und nachvollziehbar begründen soll. Besonders, weil ich erst einen Monat dort „arbeite“.

    Vielen Dank für Ihre Antworten!

    • Hallo,

      es dürfte genügen, wenn Sie als Begründung schreiben, dass die Arbeit überhaupt nicht Ihren Vorstellungen entspricht und warum Sie davon ausgehen, dass es bei der neuen Stelle anders sein wird. Weiteres können Sie dann mündlich im Vorstellungsgespräch klären. Dass Sie so stark emotional reagieren, würde ich verschweigen; versuchen Sie, sich auf die Fakten zu konzentrieren und ohne jegliche Schuldzuweisung auszukommen.

      Viel Erfolg!

  • Hallo Herr Bergfeld,

    es würde mich sehr freuen wenn Sie mir für meine Situation einig Tipps geben könnten, da ich mit meinen bisherigen Bewerbungen nicht erfolgreich war.

    Von 1997 – bis zur Elternzeit 2008 war ich in einer Firma tätig, wo ich mich von der Telefonzentrale bis zur Assistentin hochgearbeitet habe.
    Von 2008 – 2012 (habe 2 Kinder bekommen) war ich in Elternzeit. Für die Zeit nach der Elternzeit habe ich einen Antrag auf Teilzeit gestellt. Daraufhin hatte ich ein Gespräch mit meinem Chef in dem er mir angeboten hat, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Dafür habe ich 6 Monate mein volles Gehalt bekommen und war freigestellt. Dem habe ich zugestimmt.
    Nun weiß ich nicht, wie ich das vernünftig in ein Schreiben verpacken soll.

    Schöne Grüße
    Kati

    • Hallo Kati,

      beschreiben Sie einfach knapp, wie es war, da gibt es nichts zu »verpacken«.

      Sie sollten im Anschreiben betonen, dass Sie nun »wieder richtig durchstarten« wollen (oder eine ähnliche Formulierung), also Tatendrang demonstrieren. Sind Ihr Wissen und Können auf dem aktuellen Stand? Wenn ja, betonen Sie das, andernfalls sollten Sie vielleicht einen entsprechenden Kurs belegen und auch das in Ihrem Anschreiben erwähnen.

      Hilft Ihnen das?

      • Hallo Herr Bergfeld,

        vielen Dank für die schnelle Antwort.

        Sollte ich im Anschreiben erwähnen, dass die Kinderbetreuung gesichert ist oder geht der Personaler davon aus, wenn man sich bewirbt?

        Auf der Seite der Jobbörse werden Onlinekurse angeboten, die ich grade in Anspruch nehme (Englisch und Office 2010).

        Die erste Antwort hat mir schon geholfen.

        Schöne Grüße
        Kati

        • Hallo Kati,

          schreiben Sie das mit der Kinderbetreuung ruhig – lieber alle Zweifel nehmen!

          Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

          Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,

    Ich habe einen Jobwechsel bzw kompletten Branchenwechsel vor und habe diesbezüglich auch in ein paar Wochen einen Einstellungstest mit Vorstellungsgepräch das 8 Stunden dauert. Was kann mich da alles erwarten? Auch soll ich eine Präsentation über mich und meine Motivation für den Job machen. Wie kann ich mich am besten bei dieser Präsentation vorstellen, vorallem was die Motivation angeht? Mir fallen nur standartsätze ein und das finde ich ziemlich langweilig.
    Auch weis mein Chef nichts von diesem Jobwechsel, was könnte ich dazu am besten sagen im Vorstellungsgespräch?

    Freundliche Grüße

    Sabrina

    • Hallo Sabrina,

      tut mir leid, Ihnen da nicht helfen zu können – ich fokussiere mich und meine Website ausschließlich auf Jobsuche und schriftliche Bewerbung.

      Viel Erfolg!
      Wolfgang Bergfeld

  • Hallo Herr Bergfeld,
    ich bin fast 20 Jahre in meiner Firma und habe seit ca. 3 Jahren einen neuen Chef, der mir das weitere Arbeiten in diese guten Firma unmöglich macht. Er hat mir sogar schon angetragen, mich nach etwas anderem umzusehen. Mir werden nur noch Arbeiten, die nicht meiner Qualifikation entsprechen übergeben und ich fühle mich unterfordert. Die Kollegen tun das Übrige.
    Ich habe mich nun entschlossen nach so langer Zeit nun doch einen Neustart zu versuchen.
    Leider weiß ich nicht, wie ich das in meiner Bewerbung schreiben soll.
    Ich habe Bedenken, dass nach einer so langen Zeit in einer Firma der neue Personaler sofort durchschaut, warum ich in meinem Alter (54J.) und bei so einer guten Firma, wechseln will.

    Vielen Dank.
    Barbara

    • Hallo Barbara,

      das tut mir sehr leid für Sie, passiert heutzutage aber leider nur allzu häufig. Wenn Sie es irgendwie hinkriegen, versuchen Sie doch bitte, das nicht persönlich zu nehmen.

      Was Ihre eigentliche Frage angeht: In diesem Fall würde ich die Wahrheit sagen. Ganz nüchtern und ohne jede Anklage: Es gab einen Führungswechsel und die Chemie mit dem neuen Chef stimmt nicht, Sie bekommen keine adäquaten Aufgaben mehr und sind unterfordert. Und suchen daher eine neue Stelle, in der Sie Ihr Können und Ihre Erfahrungen wirklich einsetzen können. Bei 20 Jahren Unternehmenszugehörigkeit und 3 Jahren »Stillhalten« wird da keiner schließen, dass Sie sich keine Mühe gegeben hätten.

      Suchen Sie in aller Ruhe eine neue Stelle, die wirklich gut für Sie ist, und lassen Sie sich nicht vorher aus ihrer jetzigen herausekeln.

      Eine andere Strategie wäre, die Sache weiterhin auszusitzen. Es gibt genügend Fälle, in denen so ein neuer Chef auch ganz schnell wieder weg vom Fenster ist!

      Ich wünsche Ihnen eine gute Entscheidung und auch sonst alles Gute!

      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

    • Hallo Barbara,
      ich lese eben Ihren Eintrag von 2013 und es würde mich interessieren, wie es bei Ihnen weitergegangen ist. Ich bin soeben in derselben Situation und will die Firma nach fast 16 Jahren aus selbigem Grund, verlassen. Derzeit bin ich im Krankenstand und hoffe auf einen Aufhebungsvertrag.
      Vielleicht haben Sie die Zeit und schreiben mir.
      Ich hoffe es hat sich alles bestens entwickelt und Sie haben wieder eine gute und bessere Anstellung gefunden.
      viele Grüße aus Neumarkt

  • Hallo Herr Bergfeld,

    der Blogpost ist zwar schon etwas älter, aber ich versuche es trotzdem einmal. Ich bin studierte Historikerin und arbeite seit 4 Jahren im Kulturmarketing. Ich bin 28 Jahre alt und möchte nun in die Wirtschaft wechseln und mich auf Marketingtrainees bzw. Assistentenstellen bewerben. (Grund: Mehr Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten; der Kulturbereich ist inhaltlich keine besondere Herausforderung)

    Bei dem Jobwechsel aus dem Kulturbereich heraus ist das etwas schwierig. Derzeit mache ich berufsbegleitend eine 15-Monatige BWL-Fortbildung. Haben Sie vielleicht ein paar Tipps bzw. Kniffe, wie ich in meiner Bewerbung einen Anreiz für Arbeitsgeber schaffen kann?

    Bekannte machen mir bei dem Jobwechsel keine großen Hoffnungen.

    Viele Grüße
    Elisa

    • Hallo Elisa,

      der Jobwechsel kann sich durchaus als etwas heikel erweisen.
      Haben Sie bereits praktische Erfahrungen im Marketing sammeln können? Z. B. durch Praktika oder über Ihren bisherigen Arbeitgeber? So sollten Sie darauf eingehen.
      Verweisen Sie ebenfalls auf Ihre Fortbildung und darauf, inwiefern darin das Thema Marketing behandelt wird.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

      Viele Grüße,
      Bernadette

    • Hallo Elisa,

      der Jobwechsel kann sich durchaus schwierig gestalten. Haben Sie bereits Erfahrungen über Praktika oder bei Ihrem bisherigen Arbeitgeber sammeln können? So verweisen Sie darauf. Versuchen Sie, Ihre Motivation sowie Ihr Engagement herauszuarbeiten, bwsp. über Ihre Fortbildung.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
      Viele Grüße,
      Bernadette

  • Hallo Herr Bergfeld,
    ich brauche Ihren Rat. Mein Fall ist etwas kompliziert. Ich bin seit 12 Jahren bei meinem Arbeitgeber. Vor einem Jahr haben wir eine neue Chefin bekommen, die mit allen sehr kühl und reserviert ist. Es hat sich keine gute Atmosphäre aufgebaut. Wegen eines Vorfalls (der nicht von mir verschuldet war), hat man mich frei gestellt und mit der Frist von 6 Monaten gekündigt. Klage läuft derzeit noch. Vermutlich hat die neue Chefin das forciert. Ich denke man will mich einfach loswerden. Es ist zudem eine Branche wo jeder wohl jeden kennt. In der Bewerbungen schreibe ich stets, „derzeit bin ich als xxx bei der Fa. xxx angestellt ..:“ und erwähne im Anschreiben nicht, dass ich freigestellt und gekündigt bin. Nun habe ich einen Vorstellungstermin (eben in der gleichen Branche, gleiche Position). Auf die berühmte Frage, warum ich denn nach 12 Jahren wechseln möchte, habe ich keine passende Antwort parat und weiß nicht, ob ich sagen soll, dass ich freigestellt bin und warum. Können Sie mir bitte einen Tipp geben? Danke sehr und lieben Gruß, Constantino

    • Hallo Constantino,

      Sie sollten in einem Vorstellungsgespräch nicht lügen. Erzählen Sie die Wahrheit, ohne dabei (trotz verständlicher Wut im Bauch) Ihren bisherigen Arbeitgeber schlecht zu machen. Spätestens bei einer Rückfrage des neuen Arbeitgebers fällt dann auf, welche Gründe Sie wirklich für den Jobwechsel hatten.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und hoffe, dass sich Ihre Angelegenheiten bei Ihrem alten Arbeitgeber klären.

      Viele Grüße,
      Bernadette

  • Hallo Herr Bergfeld,
    ich würde gern zukünftig in der Schweiz arbeiten und stehe nun beim Schreiben der Bewerbungen vor dem Problem zu erklären warum genau ich in der Schweiz arbeiten möchte. Die Gründe sind, wie man sich denken kann, der finanzielle Aspekt und die räumliche Veränderung bzw Herausforderung. Wie formuliere ich das nun am besten ? Ich freue mich über Ihre Hilfe. Lieben Gruß, Rosi

    • Hallo Rosi,

      alternative Gründe sind zum Beispiel:

      Sammeln von Auslandserfahrungen
      neues Arbeitsumfeld
      bessere Aufstiegschancen
      familiäre Gründe

      uvm.
      Im Prinzip müssen Sie versuchen die Gründe zu finden, die Sie an dem Unternehmen reizen, bei dem Sie arbeiten müssen. Lassen Sie den Personalverantwortlichen wissen, warum für Sie dieses Unternehmen einzigartig ist.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
      Viele Grüße,
      Bernadette

  • Hallo,

    Ich bin durch Zufall auf Ihren Artikel hier gestoßen. Ich habe morgen einen Vorstellungsgespräch, bei meiner Vorbereitung habe ich irgendwie Schwierigkeiten mich genau fest zu legen was ich für einen Grund nennen sollte, warum ich mich für den Job interessiere..bzw ich weiß warum ich unbedingt diese Stelle möchte doch der Grund dafür ist was ganz anderes. Habe vor einen halbes Jahr jemand kennengelernt und wir möchten eine Beziehung auch aufbauen, nur leider trennen und 110km auseinander so dass für eine Beziehungsaufbau kompliziert wird. Da er Ortsgebunden ist, haben ich mich für einen Umzug entschieden, doch dies kann nur stattfinden wenn ich zuerst einen Job gefunden habe..
    Doch wie kann ich das den neuen Arbeitgeber genau erklären ohne dass er denkst dass es mir nur um die Liebe geht..denn die Stelle ist genau das wonach ich lange gesucht habe.
    Wenn ich aber die Sache mit der Liebe verschweige dann denkt er bestimmt, ich hätte kein Durchhalt vermögen..weil den Job den ich jetzt habe, übe ich bereits seit 1,5j. Es war am Anfang als Notlösung gedacht, im letzter zeit würde immer mehr schlimmer..keinen freien Tag, 13 Tage durcharbeiten damit ich 1 Tag frei bekommen kann und das bei einen 7 Tage Woche..In der ganze Zeit hatte konnte ich bloß nur 10 Urlaubstage nehmen..es würde von mal zu mal unerträglicher. Dann kam die Liebe und endlich bot sich mir ein weg daraus zu kommen..
    Aber wie erkläre ich des am besten?

    Vielen Dank im Voraus!

    LG

    • Hallo Vanessa,

      nennen Sie die wahren beruflichen Gründe aus denen heraus Sie sich bewerben. Sagen Sie klipp und klar, dass diese Position absolut dem entspicht, was Sie sich wünschen und Sie aktuell Ihrer Arbeit nicht so umfangreich nachkommen können, wie Sie es wollen.

      Amouröse Gründe sollten Sie besser nicht nennen. Allzu schnell kommt die Befürchtung auf, dass Sie das Unternehmen verlassen, sobald Sie sich von Ihrem Partner trennen.

      Viel Erfolg und viele Grüße,
      Bernadette

  • Lieber Herr Bergfeld,

    ich bin seit einem Jahr als Ingenieur angestellt – meine Partnerin hat kurz zuvor einen Job gefunden – allerdings 800 km von meinem entfernt, in dem sich sich hervorragend verwirklichen kann und ein super Netzwerk hat (familiär, freundschaftlich und beruflich). Nun sind wir neuerdings verlobt und erwarten Nachwuchs im kommenden Jahr – da lag die Überlegung nahe, dass ich einen Job bei ihr in der Gegend suche (was in meiner Branche als einfacher gilt als in ihrer) und zu ihr ziehe.
    Nun schreibe ich momentan Bewerbungen, bin aber ratlos, ob ich die Familiengründung als Grund für den Wechsel mitaufzählen soll. Mir ist sehr bewusst, dass ein Jobwechsel nach erst einem Jahr komisch aussehen kann und ich möchte nicht suggerieren, dass ich kompliziert bin oder sprunghaft – denn eigentlich ist es ganz im Gegenteil: ich bin ein sesshafter und solider Mensch mit langfristigen Absichten, der sich in einem Unternehmen hocharbeiten möchte und nicht viel Verlangen danach verspürt unstet mal hier mal dort „reinzuschnuppern.“
    Tatsächlich gibt es aber auch andere Gründe, warum ich wechseln will, die viel damit zu tun haben, dass ich unterfordert bin, die Mitarbeitermentalität kaum zu ertragen ist und ich dort keine Aufstiegschancen sehe. Und tatsächlich überzeugen mich auch die Firmen bei denen ich mich aktuell bewerbe als Arbeitgeber. Lügen müsste ich bezüglich meiner inhaltlichen, jobbezogenen Motivation daher nicht. Doch: reicht dies bei einem Wechsel nach nur einem Jahr Arbeitserfahrung in Deutschland schon aus – oder ist ein Hinweis auf die familiäre Situation hier angemessen?

    Beste Grüße!

    • Hallo,

      familiäre Gründe in einer Bewerbung zu nennen sind mittlerweile akzeptabel für Personalverantwortliche. Allerdings sollten Sie nicht den Fehler machen und sich allein auf dieses Argument stützen. Insofern es möglich ist, versuchen Sie sich auf die anderen Argumente zu konzentrieren (Aufsstiegchancen, persönliche Weiterbildung etc.). In diesem Punkt müssen Sie sich aufgrund Ihres, wie Sie sagen, „1 Jahr Berufserfahrung“ keine Gedanken machen.

      Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,
      Bernadette

  • Hallo,

    zunächst einmal möcht ich Ihnen ein Lob aussprechen: Ihr Blog gibt mir wertvolle Tipps und Informationen. Vielen Dank dafür!

    Nun zu meiner Angelegenheit. Ich war das letzte mal in einem Angestelltenverhältnis als Sachbearbeiter bei einem Makler 2011 und habe dieses gekündigt um eine 2-jährige Weiterbildung in Vollzeit zum staatlich geprüften Betriebswirt, die ich im Sommer 2013 erfolgreich abgeschlossen habe, zu machen. Nachdem Betriebswirt habe ich bis zum Beginn des BWL Studiums als selbstständiger Promoter gejobt für ca. 6 Monate. Das Studium hab ich nachdem 1. Semester abgebrochen, da mir sehr schnell klar wurde, dass ist mir an der Uni zu theoretisch bzw. mir fehlte der Bezug zur Praxis. Unmittelbar nachdem Abbruch ging auf 1-jährige Reise, es war schon immer mein Traum gewesen aber auch um den Kopf etwas frei zu bekommen. Da ich in meinen alten Beruf nicht mehr arbeiten möchte, habe eine Ausbildung zum Kaufmann f. Versicherungen&Finanzen und eine knapp 1-jährige Berufserfahrung nach meiner Ausbildung als Vertriebsassistent und Handelsvertreter im Außendienst, strebe ich eine Position als Junior Account Manager an. Leider sind die meisten Stellenausschreibung nicht in meiner Branche entsprechend.

    In meinem Anschreiben betone ich meine Vertriebserfahrung und gehe auf die Weiterbildung und meine Reise ein. Mit der Reise möchte ich Soft Skills ausdrücken z.B. keine Hemmungen auf Leute zuzugehen, Sprache verbessert, Planungungs- bzw. Organisationsvermögen gefestigt etc. Jedoch habe ich im Anschreiben nicht Bezug genommen auf meinen Studiumsabbruch und auf den Branchenwechsel.

    Meinen Sie ich sollte diese 2 Aspekte mit einbeziehen, wobei ein Branchenwechsel nicht negativ ausgelegt wird aber ein Abbruch des Studiums schon eher. Hier kann ich nur eine Sache positiv ansehen: Meine Entschlossenheit sofort abzubrechen nachdem ich gemerkt habe es ist nix für mich.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

    Freundliche Grüße

    Christian

    • Hallo Christian,

      in Ihrem Anschreiben sollten Sie vor allem auf Ihre Fähig- und Fertigkeiten eingehen. Zeigen Sie, was Sie alles in Ihrer ersten Karriere gelernt haben und führen Sie alles zu einer sinnvollen Argumentation zusammen. Sie müssen nicht zwangsläufig im Anschreiben auf den Abbruch des Studiums eingehen. Seien Sie ebenfalls nicht zu privat im Hinblick auf die Argumentation mit Ihrer Reise.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen behilflich sein!

      Viele Grüße und auch weiterhin viel Erfolg,
      Bernadette