Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem festen Arbeitsverhältnis und gleichzeitig auf der Suche nach einer neuen Stelle – was antworten Sie dem Personaler auf die Frage, was die Gründe für Ihre Jobsuche sind?

Vermeiden Sie Gründe für Ihre Jobsuche, die Sie als Opfer erscheinen lassen!

Schlechte Gründe für Ihre Jobsuche

Viele übliche und nachvollziehbare Gründe von Bewerbern werden von Personalern nicht gern als Wechselgrund gehört:

    • Sie haben jahrelang mit einem tollen Chef zusammengearbeitet, aber der ist nun weg, und statt Sie verdientermaßen zu befördern, setzt man Ihnen ein inkompetentes Ekelpaket vor die Nase – deshalb bewerben Sie sich nun anderweitig.
    • Sie leisten seit 15 Jahren hervorragende Arbeit mit zunehmender Verantwortung und immer mehr unbezahlten Überstunden, Sie sind nervlich bald am Ende, aber Ihr Gehalt wurde kaum verbessert.
    • Man lässt Sie seit Jahren in Ihrer Karriere nicht vorankommen, so dass mehrere Kollegen, die kürzer im Unternehmen sind, Sie bereits »überholt« haben.

Selbst wenn der Chef der reinste Sklaventreiber war, Kollegen Ihnen Zahnpasta auf die Tastatur geschmiert oder Kunden Sie sexuell belästigt haben: Behalten Sie es in der Bewerbung für sich, im Lebenslauf, im Anschreiben, wie auch später im VorstellungsgesprächKein Personaler will ein »Opfer« als neuen Mitarbeiter einstellen – auch niemanden, der schlecht über Dritte redet oder sich gegenüber (ehemaligen) Vorgesetzten illoyal zeigt.

Zeigen Sie Größe

Beweisen können Sie an dieser Stelle ohnehin nicht, dass Sie Recht haben. Versuchen Sie Größe zu zeigen und das mit sich selbst abzumachen. Ihr neuer Arbeitgeber oder der Personaler sind jedenfalls die denkbar schlechtesten Anlaufstellen, um etwas »loszuwerden« oder Verständnis und Anerkennung einzufordern. Selbst wenn man Ihnen diese im Vorstellungsgespräch entgegen bringen würde, Sie würden den Job nicht bekommen. Wenn Sie mit der Angelegenheit nicht fertig werden, ist ein Coaching oder eine Psychotherapie mit Sicherheit die bessere Wahl.

Schreiben Sie als Begründung für Ihren Stellenwechsel immer etwas, das

✔ positiv ist und
✔ sich auf die neue Stelle bezieht!

Mit welchen guten Gründen für Ihre Jobsuche Sie Personaler überzeugen können, erfahren Sie hier: Gründe für die Jobsuche nennen – aber richtig.

Wie Sie die Gründe für Ihren Jobwechsel erfolgsversprechend formulieren, können Ihnen auch professionelle Bewerbungsdienstleister verraten!

 

Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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6 Kommentare

  • Ich bin sehr erfreut darüber, endlich Tipps rund um die Bewerbung zu finden, die nicht dem üblichen – wie Sie so schön sagen – „Gelaber“ entsprechen. Vielen Dank hierfür!

    Zu welcher Begründung hinsichtlich einer beruflichen Neuorientierung raten Sie jemanden, der jahrelang in der Versicherungsbranche selbständig tätig war, sein Gewerbe abgemeldet hat und nun dem Produkt „Versicherung“ bzw. der Arbeit innerhalb dieser Branche komplett abschwört? Von negativen Erfahrungen, erschwerten Bedingungen etc. möchte ja, wie Sie schreiben, kein Personaler etwas hören.

    Der Beruf den ich anstrebe ähnelt dem Job als Versicherungsvermittler (Kundenbetreuung, Akquise etc.).

    Danke für Ihre Rückmeldung!

    • Erst mal vielen Dank für Ihr Lob!

      Ich würde grundsätzlich zu Ehrlichkeit raten, allerdings mit einem starken Fokus auf sich selbst und aufs Positive.

      Statt also z. B. andere (Branche, Mitarbeiter, Unternehmen) schlechtzureden, würde ich sagen, womit ich nicht zurechtgekommen bin – nicht, weil ich schwach war oder etwas nicht mehr ausgehalten habe, sondern weil bestimmte Dinge meinem Wertesystem nicht entsprachen (vielleicht genauer ausführen, wenn für den neuen Job interessant), weil ich keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr gesehen habe etc. Also tatsächliche Gründe nennen, die nachvollziehbar sind und selbstbewusst klingen.

      Und dann natürlich zum Positiven schwenken, das mit dem neuen Job zu tun hat: welche bislang ungenutzen Kenntnisse, Fähigkeiten und sonstigen Ressourcen man dort einbringen könnte und möchte, welche Aufstiegs-/Entwicklungsmöglichkeiten es dort gibt …

  • Was würden sie dem neuen Chef sagen wenn er feststellt das ich mich noch innerhalb der Probezeit befinde (6 Monate habe ich und 3 Monate sind rum) und schon wieder wechseln möchte ?

    • Das lässt sich ohne weitere Infos kaum beantworten. Zunächst mal ist eine Probezeit ja für beide Seiten eine Möglichkeit, die Sache auszuprobieren. Warum sollten Sie mit gutem Grund nicht Ihr Recht in Anspruch nehmen, fristlos zu kündigen? Warum wollen Sie denn wechseln? Haben Sie schon eine neue Stelle in Aussicht? In jedem Fall sollten Sie Selbstvertrauen zeigen und es vermeiden, die Schuld auf andere zu schieben. Außerdem sollten Sie die Sache so darstellen, dass klar wird, wie geduldig, belastbar, motiviert etc. Sie sind … Wenn Sie mir weitere Infos geben, kann ich gerne noch konkreter werden.