Viele Bewerber stehen beim Verfassen der Bewerbungsunterlagen vor der Frage: Wie soll ein inhaltlicher Aufbau des Anschreibens aussehen? Um Antworten zu liefern, haben wir uns deshalb mit dem Thema beschäftigt. Professionelle Bewerbungsschreiber empfehlen: Halten Sie das übliche Schema ein, denn es wird erwartet.

Üblicherweise folgt ein inhaltlicher Aufbau beim Bewerbungsanschreiben diesem Schema:

  1. Einstieg / Einleitung >>
  2. Grund, Motivation für Arbeitssuche/Stellenwechsel >>
  3. Fachliche Qualifikation >>
  4. Berufliche Erfolge >>
  5. Sozialkompetenz / Soft Skills >>
  6. Führungserfahrung (falls gefragt) >>
  7. Gehaltsvorstellung (nur falls ausdrücklich gefordert) >>
  8. Möglicher Arbeitsbeginn/Eintrittstermin >>
  9. Schlusssatz >>

Weichen Sie von diesem Aufbau nur ab, wenn Sie einen guten Grund haben – der Personaler überfliegt den Text Ihres Anschreibens wahrscheinlich in wenigen Sekunden, und zwar mit diesem Schema im Kopf! Passt dann auch noch der Inhalt, stehen Ihre Chancen zu einer positiven Antwort gut.

Lesen Sie die zum Teil sehr ausführlichen Erläuterungen zu jedem Punkt, indem Sie auf die entsprechende Zeile klicken!

Falls weiterhin Fragen offen geblieben sind und Sie Hilfe benötigen, wenden Sie sich an professionelle Bewerbungsdienstleister.

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Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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9 Kommentare

  • Hallo!
    Ich bewerbe mich derzeit, aufgrund eines Mangels an entsprechenden Ausschreibungen, mehrfach initiativ bei verschiedenen Unternehmen der gleichen Branche mit ähnlichen Schwerpunkten. Da fällt es schwer ein besonderes Merkmal des Unternehmens herauszuarbeiten um mich darauf im Anschreiben zu beziehen (man soll als Bewerber ja immer zeigen, warum man gerade zu diesem Unternehmen möchte – zumindest wird das an anderer Stelle oft zu empfohlen).

    Muss ich eine solche Formulierung in jedem Anschreiben haben?

    Vielen Dank für Infos!!

    • Hallo,

      schwer zu sagen, da ich nicht weiß, um welche Branche und welche Schwerpunkte es sich handelt. Ich denke aber doch, dass jedes dieser Unternehmen sich selbst sehr individuell sieht und wahrscheinlich auch Alleinstellungsmerkmale aufweist, auf die Sie eingehen könnten.

      Versetzen Sie sich in die Lage des Empfängers: Möchten Sie von jemandem einen Brief bekommen, der offenbar gleichzeitig an viele andere gerichtet ist und Sie persönlich gar nicht meint? Der nur aussagt: »Da sucht jemand einen Job – wo er ihn bekommt, ist ihm wohl egal«? Denken Sie auch daran, dass diese Unternehmen wahrscheinlich etliche Initiativbewerbungen bekommen und Sie mit den anderen konkurrieren.

      Ich befürchte also, die Arbeit sollten Sie sich machen. Rufen Sie doch zuerst an und erfragen Sie, wie das Unternehmen sich selbst sieht, was es in seinen eigenen Augen besonders macht! Oft ergibt sich aus so einem Gespräch auch mehr, zumindest werden Sie interessante neue Informationen bekommen.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

      Herzliche Grüße
      Wolfgang Bergfeld

      • Vielen Dank für diese Info!

        Klar mache ich mir gern die „Mühe“, auch um meine Chancen zu verbessern – aber ist denn z.B. eine lange erfolgreiche Unternehmensgeschicht etwas das ich verwenden könnte? Ich meine könnte der Personaler dann nicht denken „Aha, der Bewerber sucht ein Unternehmen welches schon sehr gut und sicher am Markt platziert ist – vielleicht will er für seinen Erfolg bei uns nicht so viel tun und setzt sich lieber an den gedeckten Tisch“?

        Es geht übrigens um Unternehmen der Chemiebranche die alle unterschiedliche Produkte produzieren, Das sind aber keine Produkte die nur dieses eine Unternehmen produziert und für die das Unternehmen auf lange bekannte Prozesse zurückgreifen kann (klar ist etwas eigene Entwicklungsarbeit immer zu tun, aber über die kann ich mich ja ganz schlecht informieren weil das nicht öffentlich gemacht wird).

        Ich will halt auch nicht, dass der Personaler denkt ich hätte mir irgendetwas Willkürliches aus den Fingern gesaugt, nur um an dieser Stelle was hinzuschreiben.

        Beste Grüße, Ma

        • Eine lange, erfolgreiche Unternehmensgeschichte kann man kaum sinnvoll im Anschreiben aufgreifen, ohne dass es nach Schmeichelei klingt, wovon ich immer abrate. Das mit dem »gedeckten Tisch« hingegen wird man kaum unterstellen: Dass man bei einem guten und etablierten Unternehmen arbeiten und lernen will, ist doch nichts Ehrenrühriges.

          Willkürliches aus den Fingern zu saugen ist sicher auch nicht zu empfehlen, und klar: Das merkt der Personaler.

          In der Chemiebranche kenne ich mich leider gar nicht aus, da kann ich keine konkreten Tipps geben. Möglicherweise ein Mitleser?

          Am erfolgversprechendsten dürfte der von mir schon vorgeschlagene Weg sein, Vorabinformationen über das Telefon einzuholen, vielleicht auch über XING oder Facebook. Dabei können Sie Ihr Anliegen ganz offen schildern und um Hilfe bitten.

  • Eine gute Hilfe danke ???? Ich kann nur bestätigen, dass ein Telefonat mit dem zuständigen Personaler deutliche Vorteile bringt. Die eigene Bewerbung wird stärker beachtet und man kann sich ein wenig mehr auf die Person einstellen die einen einstellen soll.

  • Soll man nach dem Wechselmotiv kurz erklären, warum man sich grade auf diese Stelle bewirbt?
    Nach dem Motto: „An Ihrer Stelle interessiert mich besonders…“.
    Man liest diesen Tipp ja sehr oft. Allerdings interessiert dem Personaler doch nur, warum man auf die Stelle passt und was man mitbringt um erfolgreich die Stelle auszufüllen, nicht was einem interessiert oder?!
    Leider bin ich mir unsicher über diesen Punkt. Was sagen Sie als Profi dazu?
    Danke.

    • Es kommt darauf an. Wenn Sie ein nachvollziehbares und ehrliches Interesse äußern können, das sich auf genau diese Stelle bezieht, unterstreicht das Ihre Motivation. Weglassen würde ich einen solchen Satz, wenn Sie sich nur etwas aus den Fingern saugen, in Schmeicheleien verfallen oder nur ein rein egoistisches Interesse äußern könnten.

  • Ich frage mich allerdings, wie man die 8 Punkte voller Erklärungen/Beschreibungen inkl. „Aufdröseln“ der Softskills, in einem Schreiben unterbringt, das, so weit ich weiß, keinesfalls länger als eine Seite sein sollte. Wenn man keine Mail verfaßt, sondern zur klassischen Bewerbungsmappe greift, geht noch mal ein gutes Drittel der DIN A4 Seite für Briefkopf, Anschriftenfeld, Betreffzeile drauf. Schriftgröße 8 und Randeinstellung 0,2 kann sicher nicht die Lösung sein?
    Gruß Olga

    • Natürlich nicht. Dennoch passt das durchaus, wenn man gezielt und knapp formuliert. Hat man wirklich so viel Interessantes zu berichten, dass es nicht auf eine Seite passt, würde ich eher eine zweite Seite anfangen, als wichtige Informationen wegzulassen.