Vorweg: so gut wie nie.

Manchmal jedoch müssen Sie nicht jedes Wort in einem Stellenangebot als unumstößlich hinnehmen, vor allem wenn es von einem kleineren Unternehmen kommt.

Gründe für ungenaue Anforderungen

Folgende Situationen könnten in einem Unternehmen eingetroffen sein, sodass die Anforderungen in einer Stellenausschreibung unklar, undeutlich oder sogar falsch formuliert wurden:

  • Vielleicht macht das Unternehmen oder der für diese Aufgabe eingesetzte Mitarbeiter gerade erste Erfahrungen mit Stellenangeboten.
  • Es kann auch sein, dass die Personalabteilung einen Aspekt nicht hundertprozentig so formuliert hat, wie die Vorgesetzten es gemeint hatten.
  • Vielleicht hat eine Werbeagentur den Text bis zur Unkenntlichkeit glatt­gebügelt.
  • Möglicherweise ändert das Unternehmen die Rangfolge der Kriterien während des Rekrutierungsprozesses, zum Beispiel weil die Stelle nun doch intern besetzt und dafür eine andere frei wird.
  • Vielleicht wird anhand der eingehenden Bewerbungen auch schnell klar, dass es den perfekten Kandidaten nicht gibt (manche Unternehmen haben überzogene Erwartungen) und die »Nächstbesten« bekommen ihre Chance.

Tipp: Begegnet Ihnen ein Stellenangebot zum zweiten oder dritten Mal in Folge? Das signalisiert deutlich: Das Unternehmen wird nicht fündig – jetzt erhöhen sich Ihre Chancen, wenn Sie nicht alle Anforderungen erfüllen!

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt: Bewerben Sie sich nicht zu oft auf Stellen, bei denen Sie geringe Chancen haben, denn zu viele Absagen sind nicht gut fürs Selbstvertrauen. Sie sind aber trotzdem unglaublich heiß auf die Stelle und außerdem felsenfest von Ihrer Eignung überzeugt, obwohl Ihnen eine oder mehrere Muss-Anforderungen fehlen? Dann versuchen Sie Ihr Glück und hoffen Sie darauf, dass einer der oben genannten Fälle zutrifft.

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Über den Autor

Stefan Gerth

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