Kopien und Ausdrucke erstellen Sie üblicherweise auf 80-Gramm-Papier, das Sie in 500er-Packs bekommen. Investieren Sie lieber ein, zwei Euro mehr in die Qualität der Produkte: Billige Papiere fühlen sich auch billig an, sind durchsichtiger, führen zu einem unschärferen Druckbild und öfter zum Papierstau.

Wenn Sie Ihren Dokumenten einen höherwertigen Anstrich geben wollen, wählen Sie matt gestrichenes 90- oder 100-Gramm-Papier. Noch edler ist Papier der gleichen Stärke mit Wasserzeichen. Gute Copyshops haben so etwas vorrätig, ansonsten bekommen Sie es im gut sortierten Schreibwarenhandel, günstiger in Offset- und Buchdruckereien. Lassen Sie sich erst ein Blatt für einen Probedruck geben bzw. kaufen Sie anfangs nur eine kleine Menge, um zu sehen, ob Ihr Drucker gut damit zurechtkommt und das Ergebnis Sie zufriedenstellt!

Dieses Papier sollten Sie vermeiden

Nehmen Sie auf keinen Fall farbiges oder marmoriertes Papier, Ausdrucke darauf wirken billig und aufdringlich. Außerdem ist der Kontrast und damit die Lesbarkeit bei Schwarz-Weiß mit Abstand am besten. Als Zwischenblätter bei besonders umfangreichen Mappen erleichtern farbige Papiere die Orientierung; in diesem Fall erstellen Sie eine Inhaltsübersicht auf einem gleichfarbigen Deckblatt.

Meiden Sie Produkte aus grauem und bräunlichem Recycling-Papier. Der Kontrast ist auch hier schlechter, zudem wirkt es auf viele Menschen düster, weniger angenehm oder schmuddelig. Weiß steht nun mal auch für Sauberkeit und Ordnung. Selbst wenn Sie sich bei einer Umweltstiftung oder Naturschutzorganisation bewerben: Verwenden Sie eher chlorfrei gebleichtes weißes Recycling-Papier.

Wenn Sie Wert auf einen richtig gediegenen Auftritt legen und das zu Ihnen und Ihrem Beruf passt, nehmen Sie Chamois (gesprochen: »Schamoá«). Das ist eine Art Naturweiß mit einem gelblich-bräunlichen Stich. Papier mit Leinen-, Hammerschlag- oder sonstiger Struktur, sogenannte Elefantenhaut, Büttenpapier und Ähnliches dagegen wirken bei Bewerbungen nicht etwa elegant oder hochwertig, sondern einfach nur protzig.

Sie benötigen Versandumschläge im Format DIN B4 oder DIN C4. Die sind etwas größer als DIN A4, so dass Sie Ihre Papiere dort bequem hineinpassen. Weiße Umschläge wirken edler und »sauberer« als braune oder graue. Damit nichts verknickt, müssen die Umschläge stabil sein, nehmen Sie also solche mit kartoniertem Rücken. Teure gefütterte oder gepolsterte Umschläge können Sie sich sparen.

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Stefan Gerth

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