Der Schlusssatz der Bewerbung: kurz und knapp, höflich und überzeugend

Am Ende eines typischen Anschreibens kommt der Schlusssatz der Bewerbung. Dieser letzte Satz hat besonderes Gewicht und bleibt am längsten im Gedächtnis des Empfängers. Es ist also besonders wichtig, ihn nicht zu vergurken und damit dem ganzen Anschreiben einen faden Nachgeschmack zu verleihen. Professionelle Dienstleister empfehlen für den Schlusssatz der Bewerbung dennoch: Übertreiben Sie es an dieser Stelle nicht. Denn eine Höflichkeitsfloskel oder das Nennen des möglichen Eintrittstermins genügen.

DON’Ts: Die häufigsten Fehler

Immer wieder tauchen im Schlusssatz der Bewerbung Floskeln auf wie:

  • »Es wäre für mich eine besondere Herausforderung …«
  • »Ich möchte Ihnen in einem persönlichen Gespräch mehr über meine Leistungsbereitschaft erzählen.«
  • »Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf unser persönliches Gespräch!«
  • Lesen Sie hier, warum Sie das alles besser nicht schreiben sollten.

Die oft in Bewerbungsratgebern empfohlenen Sätze dieser Art sollen besonders positiv und beschwingt erscheinen oder sogar suggestiv wirken. Vorsicht, so mancher Personaler empfindet solche Formulierungen als Drängeln oder sogar als Dreistigkeit, weil sie versuchen, seine Entscheidung vorwegzunehmen. Außerdem sind sie hinlänglich bekannt und abgedroschen. Alle diese bemüht selbstbewussten und optimistischen Varianten hat der Personaler 1000-fach gehört – und deshalb nerven sie ihn eher.

Nur als gesuchte Fachkraft dürfen Sie in der Bewerbung schreiben, dass Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch freuen, bei dem Sie mehr über die Stelle oder das Unternehmen erfahren. Andernfalls ist der Zweck eines solchen Gespräches vielmehr, Genaueres über Sie und Ihre Eignung zu erfahren.

DOs: Tipps und Beispiele für den Schlusssatz der Bewerbung

Der letzte Satz eines Bewerbungsschreibens ist eine Höflichkeitsfloskel, mehr nicht. Und mehr ist auch nicht nötig. Drücken Sie somit ganz einfach Ihren Wunsch aus, sich persönlich vorzustellen, etwa:

  • »Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.«
  • »Gerne möchte ich mich Ihnen persönlich vorstellen.«
  • »Bitte laden Sie mich zu einem Gespräch ein.«
  • »Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.«

Es ist auch ohne Weiteres möglich, ganz auf diese Schlussfloskel zu verzichten, denn es ist ja selbstverständlich, dass Sie eingeladen werden möchten. In diesem Fall beenden Sie Ihr Anschreiben am besten mit dem Nennen des möglichen Eintrittstermins:

  • »Ich könnte die Stelle jederzeit/zum 1. Mai antreten.
    Mit freundlichen Grüßen …«
  • Am Ende eines Bewerbungsschreibens empfiehlt sich außerdem der Trick mit dem P.S.

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Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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5 Kommentare

  • An solchen Kleinigkeiten merkt man immer wie schwierig es doch ist eine vernünftige Bewerbung zu verfassen. Ich als Laie hätte dem Schlusssatz überhaupt keine große Beachtung geschenkt und wahrscheinlich irgendeinen abgedroschenen Satz hingeknallt.

  • Was halten Sie von dieser Formulierung:

    Ihre weitergehenden Fragen werde ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch beantworten.

    Oder auch wieder zu nervig?

    • Was halten Sie von dieser Formulierung:

      Ihre weitergehenden Fragen werde ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch beantworten.

      Oder auch wieder zu nervig?

  • „Ich hoffe Ihr Interesse geweckt zu haben und verbleibe

    Mit freundlichem Gruß

    Vorname Nachname“

    Ich glaube man könnte dazu ewig hin und her überlegen, aber einen wesentlich besseren universalen Abschlusssatz wird man nicht finden!

  • „würde“ und andere Konjunktive besser nicht verwenden! Das machen nur Bittsteller.
    Entweder man freut sich, oder eben nicht.