Die Wochenendausgabe der Tageszeitung war bis vor einigen Jahren der Klassiker für eine Jobsuche. Heute dagegen verlassen sich viele auf die Suche im Internet, schon allein um Geld zu sparen. Das grenzt die Anzahl der offenen Stellen, die Sie finden, jedoch unnötig ein.

Vorteile der gedruckten Stellenanzeigen

Durchblättern, statt gezielt zu Suchen
Gedruckte Stellenmärkte in Zeitungen und Zeitschriften haben immer noch einen riesigen Vorteil gegenüber solchen im Internet: Sie können sie durchblättern, statt nur nach bestimmten Schlüsselwörtern zu suchen (die sie sich vorher mühsam ausdenken müssen). Dadurch stoßen Sie auf viele infrage kommende Angebote, die Sie bei einer Online-Suche mit vordefinierten Suchbegriffen nicht entdeckt hätten.

Ein Jobinserat kann viel Geld kosten, …
daher entschieden sich Unternehmen oft dafür, Ihre Stellenanzeigen nur auf eine Art zu inserieren: Online oder Offline. Ein Jobinserat kostet sowohl in großen Online-Jobbörsen, (über)regionalen Zeitungen und Zeitschriften (viel) Geld.
Daher finden Sie in gedruckten Medien oftmals eine komplett andere Auswahl an Jobanzeigen als in Online-Jobbörsen.

Tageszeitungen, Berufs- und Branchenzeitschriften

Regionale Tageszeitungen
Firmen, die im näheren Umkreis Mitarbeiter suchen, inserieren vielfach ausschließlich in regionalen Tageszeitungen. Beschränken Sie sich allerdings nicht ausschließlich auf die Tageszeitung, die Sie normalerweise lesen. Auch wenn es Überschneidungen gibt, finden Sie viele Stellen nur in einer einzigen Zeitung.

Überregionale Tageszeitungen
Sind Sie bereit zu pendeln oder umzuziehen, helfen Ihnen zum Teil die Jobabgebote in überregionalen Zeitungen weiter. Bei den meisten Überregionalen gibt es den Stellenteil samstags. In der ZEIT finden Sie ihn donnerstags. Darin werden jedoch viele Angebote für »kleinere« Jobs aufgeführt und nicht oder nur solche, die aus der jeweiligen Region stammen.

Zeitungen und Zeitschriften
Auch viele überregionale Zeitungen und Zeitschriften, aus Wirtschaft und unterschiedlichen Branchen, enthalten einen Stellenmarkt. Dieser fällt manchmal sehr klein aus, bietet aber den Vorteil, dass längst nicht so viele potenzielle Mitbewerber von Stellen erfahren, wie bei Stellenanzeigen in großen Zeitungen.

Gehen Sie nicht prinzipiell davon aus, dass (große) Unternehmen Stellenausschreibungen in jedem Fall überregional schalten. Solche Anzeigen kosten viel Geld und vielleicht möchte das Unternehmen auch gar nicht Hunderte von Bewerbern anlocken, sondern gezielt die Leser eines bestimmten Fachmediums ansprechen.


Tipp: Einen kostenlosen Zugang und Überblick zu Zeitungen und Zeitschriften erhalten Sie oft in Ihrer Stadtbibliothek. Teilweise können Sie dort auch ohne Mitgliedschaft regionale und überregionale Zeitungen lesen, sich Kopien machen und sogar ergänzend im Internet recherchieren. Ersatzweise oder auch ergänzend sehen Sie sich in Ihrer Bahnhofsbuchhandlung um – dort dürfen Sie auch in Zeitschriften blättern, in Zeitungen normalerweise nicht.


Versteckte, implizite Stellenanzeigen und Jobangebote finden

Nicht nur direkte sondern auch versteckte Stellen in der Zeitung finden – das ist der Trick! In der Tageszeitung sind bei Weitem nicht nur die Stellenmärkte für Sie interessant. Spannend und vielversprechend können Artikel im Wirtschaftsteil sein. So erfahren Sie, welche Branchen boomen, welchen Unternehmen es gut und vor allem: welche in absehbarer Zukunft Personal einstellen könnten und Bewerber suchen.

Lesen Sie zwischen den Zeilen von Zeitungsartikeln

Lesen Sie Zeitungsanzeigen sorgfältig, sodass Sie Aspekte erkennen, sie Ihnen Hinweise auf offene Stellen geben:

  • Hier ist eine neue Filiale oder eine Standortverlegung geplant.
  • Dort hat ein Unternehmen den Zuschlag zu einem Großauftrag erhalten.
  • Jenes Unternehmen hat ein neues Verfahren entwickelt, das es zum Marktführer machen könnte.
  • Ein anderes hat einen Innovationspreis erhalten, was volle Auftragsbücher nach sich ziehen könnte.
  • Wieder ein anderes verhandelt gerade mit China als neuem Absatzmarkt.

Wenn Sie sich frühzeitig bei solchen Unternehmen initiativ bewerben, haben Sie erheblich weniger Mitbewerber, als wenn diese Unternehmen bereits Stellenanzeigen schalten. Logischer weise ist somit Ihre Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und den dazugehörigen deutlich erhöht. Zudem fallen Sie sofort positiv, intelligent und engagiert auf.


Tipp: Vergessen Sie nicht, die Zeitungsausschnitte bzw. Kopien mit Namen der Zeitung und Datum zu versehen; diese Daten benötigen Sie später im Anschreiben Ihrer Bewerbung!


Sind Sie sich bezüglich der Informationen im Artikel unsicher?

Wenn Sie unsicher sind, was hinter einer Zeitungsmeldung steckt: Haben Sie keine Scheu, das Unternehmen einfach anzurufen. Lassen Sie sich mit der Pressestelle verbinden. Beziehen Sie sich auf die Meldung, bekunden Sie Ihr Interesse am Unternehmen und fragen Sie geradeheraus, was das alles im Hinblick auf die Einstellung neuer Mitarbeiter bedeuten könnte. Versuchen Sie einfach, ein freundliches und interessiertes Gespräch zu führen – wer weiß, wen der Gesprächspartner noch kennt und was sich daraus ergibt!

Über den Autor

Mara

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