Durch das große Überangebot an Arbeitskräften in vielen Bereichen gehen schon heute rund zwei Drittel der Stellen weg, ohne dass Sie in der Zeitung oder in Online-Jobbörsen überhaupt etwas davon erfahren – viele weitere sind schon vergeben, bevor die Zeitung gedruckt und verteilt ist.

Initiativbewerbungen

Unternehmen besetzen Stellen heute vielfach, ohne sie öffentlich auszuschreiben. Beispielsweise werden erfolgreiche Unternehmen mit Initiativbewerbungen nur so zugepflastert. So können sie die meisten Stellen – über interne Ausschreibungen hinaus – aus diesem Pool besetzen und sparen sich Zeit, Mühe und Geld für Stellenanzeigen.

Was dennoch in der Zeitung und in Online-Jobbörsen an Stellenanzeigen landet, sind vielfach Positionen, die

  • besonders schlecht bezahlt sind
  • von Unternehmen mit weniger gutem Ruf angeboten werden
  • als Notlösung inseriert werden, weil das Unternehmen auf anderen Wegen keinen geeigneten Spezialisten gefunden hat

Existenz der Anzeige

Häufig gibt es diese Stellen in Wirklichkeit nicht einmal! Da werden vorschnell Anzeigen geschaltet, teilweise sogar Vorstellungsgespräche durchgeführt, bevor eine Stelle offiziell genehmigt wurde. Oder dem Unternehmen wird plötzlich klar, dass es die Mehrarbeit ja auch auf die vorhandene Belegschaft verteilen kann.

Vielleicht macht der Betriebsrat Druck und einem Mitarbeiter muss der Vorzug gegeben werden. Oder ein Großauftrag steht in Aussicht, der nach langem Hinhalten und Vorladen mehrerer Kandidaten plötzlich wegbricht, so dass die Stelle eingespart wird.

Manche Unternehmen schalten teure Anzeigen in überregionalen Zeitungen als reine PR-Maßnahme: um Konkurrenz und Kundschaft Erfolg und Wachstum zu signalisieren!

Das alles hat immerhin ein Tröstliches: Wenn Sie eine Absage erhalten, muss das keineswegs persönliche Gründe haben!

Bedenken Sie zudem: Ihre Konkurrenz ist riesig: Auf ein Stellenangebot kommen heute Dutzende, Hunderte, bei Angeboten von großen Konzernen bis zu Tausende von Zuschriften. Daraus folgt:

Wer nur auf Stellenausschreibungen reagiert und keine weiteren Anstrengungen unternimmt, vergibt (zu) viele Chancen. Bewerben Sie sich initiativ, stellen Sie Ihr Profil ins Netz, erzählen Sie Bekannten, Ex-Kollegen und Ex-Chefs von Ihrer Jobsuche, sprechen Sie auf Jobbörsen und Jobmessen mit potenziellen Kollegen und Arbeitgebern, versuchen Sie, über ein Praktikum einen Fuß in die Tür zu bekommen …

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Über den Autor

Stefan Gerth

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