Wer bekommt Ihre Bewerbung und trifft letztendlich Entscheidungen? Schon beim Schreiben des Anschreibens sowie Lebenslaufs fragen Sie sich dies.

Diese Kategorien gibt es:

❶ Vor allem in größeren Unternehmen gehen die eintreffenden Massen an Bewerbungen nicht auf direktem Wege zu einem zuständigen Personalentscheider. Oft sind es Praktikanten, studentische Hilfskräfte oder Aushilfen, welche die eingehenden Bewerber streng nach formalen Vorgaben vorsortieren. Somit wird der Bewerbungsprozess vereinfacht. Versuchen Sie daher unbedingt, diese Vorgaben einzuhalten und spekulieren Sie nicht darauf, dass Ihre Bewerbung in jedem Fall gründlich gelesen wird!

❷ Bei einem kleinen Betrieb kann es auch der Inhaber oder Geschäftsführer sein, der der Ansprechpartner für eingehende Bewerbungen ist. Zum Teil sogar jemand, der kurzfristig für diese Aufgabe eingesetzt wurde, wie beispielsweise eine Sekretärin. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Betrieb so gut wie nie – oder nur in seltenen Fällen – neue Mitarbeiter einstellt. Auf diese Weise ist es sogar möglich, dass die betreffende Person mit dem formalen Ablauf des Bewerbungsprozesses weniger vertraut ist als Sie. So kann es passieren, dass sich ein solcher Personalverantwortlicher ausschließlich an Informationen aus Ratgebern und seiner Menschenkenntnis orientiert.

❸ Bei mittel großen Unternehmen sind es oft leitende Angestellte, die die Bewerbungsunterlagen eingehend nach geeigneten potenziellen Mitarbeitern durchforsten dürfen. Da besonders Angestellte, die sich in einer leitenden Position befinden, neben dem Sichten von Bewerbungsunterlagen an vielen anderen Baustellen beschäftigt sind, kann Ihre Bewerbung gerne einmal durch ein stupides Schema laufen. Könnten Sie also zum Beispiel eine fehlende Voraussetzung durch drei andere Qualifikationen ausgleichen, der Arbeitgeber jedoch sieht nur Ihre eine fehlende Kompetenz, haben Sie mitunter trotzdem keine Chance auf ein Vorstellungsgespräch.

Zur Beantwortung der Frage: Wer bekommt Ihre Bewerbung?

All diese Personen haben eines gemeinsam: wenig Zeit! Das bedeutet, dass jeder dieser Menschen weitaus Besseres zu tun hätte, als aus langatmigen und schlecht strukturierten Unterlagen die Kerninformationen herauszufiltern, die für das Auswahlverfahren benötigt werden! Daraus folgt die für Sie wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis überhaupt:

Tipp von professionellen Dienstleistern: Je besser es Ihnen gelingt, dem Empfänger auf einen Blick und ohne Umschweife klarzumachen, dass Sie der Richtige für die freie Stelle sind, desto größer sind Ihre Chancen auf Erfolg.

Ab einer gewissen Größe bildet ein Unternehmen eine eigene Personalabteilung. Man stellt Personalreferenten oder Personalfachkaufleute ein, die teilweise frisch ausgebildet und entsprechend unerfahren sind. Natürlich gibt es auch viele ‚alte Hasen‘ im Personalbereich, die alle Kniffe kennen und nach Sekunden wissen (oder zu wissen glauben), ob ein Kandidat das Zeug für die Stelle hat oder nicht.

Das macht drei Dinge deutlich:

➀ »Den Personaler« gibt es nicht. Demnach ist die Bandbreite der Meinungen, Geschmäcker und möglichen Reaktionen auf Ihre Bewerbung entsprechend groß.

➁ Teilweise sind die Personen, welche Ihr Bewerbungsschreiben auf den Schreibtisch bekommen, gar nicht besonders gut darin, sie zu beurteilen.

➂ Wenn Sie kein Idealkandidat sind und leicht durchs Raster fallen könnten, sollten Sie im Unternehmen anrufen.

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Über den Autor

Mandy

Mandy ist seit kurzer Zeit im Online-Marketing der webschmiede GmbH tätig.

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