Lücken in der eigenen Karriere und Auszeiten richtig darstellen ist im Anschreiben und Lebenslauf immer schwierig. Werden diese in den Bewerbungsunterlagen nicht fundiert begründet, sinken die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch und den anvisierten Job. Mit den folgenden Tipps wird Ihnen aber auch dieses in Zukunft gelingen.

Lücken und Auszeiten richtig darstellen – im Lebenslauf

Längere Krankheiten, Eltern- und Pflegezeiten führen Sie im Lebenslauf nach demselben Muster auf wie Berufstätigkeiten. Aber auch eine längere Reise nach dem Studium oder einen halbjährigen Auslandsaufenthalt mit dem Ziel, die Sprache zu lernen (weiß ja keiner, dass Sie überwiegend am Strand gelegen und Ihren Wortschatz mit den dortigen Schönheiten trainiert haben) werden in der Bewerbung nach dieser Struktur angegeben.

Lücken und Auszeiten richtig darstellen – im Anschreiben

Tipp: Greifen Sie »Problemzonen« und Fragen, die sich angesichts Ihres Lebenslaufs ergeben könnten, offensiv und selbstbewusst in Ihrem Anschreiben auf!

Spielen überstandene schwere Krankheiten oder ein Unfall in Ihrem Lebenslauf eine Rolle, sagen Sie dazu im Anschreiben, dass Sie nun wieder kerngesund und ohne Einschränkungen leistungsfähig sind. Falls Sie das nicht sind, erwähnen Sie kleinere Einschränkungen besser nicht im Vorhinein. Wenn alles andere stimmt, haben Sie dazu noch Gelegenheit im Vorstellungsgespräch – und eine viel höhere Chance, dass man es akzeptiert.

Um eventuelle Fragen zu stellenlosen Zeiten oder auch zu Ihrer Motivation als Bewerber gar nicht erst aufkommen zu lassen, demonstrieren Sie in Ihrer Bewerbung Tatendrang.

Schreiben Sie etwas wie: »Nachdem ich …

  • zwei Jahre im Ausland verbracht habe und dort meine Sprachkenntnisse perfektionieren konnte
  • jahrelang intensiv meinen schwer erkrankten Mann gepflegt habe
  • meine Kinder erfolgreich in die Selbstständigkeit begleitet habe

… bin ich nun hoch motiviert, mich wieder mit voller Energie ins Arbeitsleben zu stürzen.«




Tipp: Geben Sie dem Personaler so wenig Spielraum wie möglich, über Lücken oder auch vage formulierte Tätigkeiten zu spekulieren. Diese Spekulationen dürften grundsätzlich zu Ihren Ungunsten ausfallen. Sagen Sie etwas zu jeder Lücke und seien Sie bei der Zeit konkret! Damit ersparen Sie sich gleichzeitig manch unangenehme Nachfrage im Vorstellungsgespräch.

Wünschen Sie weitere Hinweise zur vorteilhaften Darstellung Ihrer individuellen Situation? Hier erhalten Sie professionelle Unterstützung!